Wert unter Druck
Preussag großer Verlierer der Anschlagserie

Die Aktie des Touristikkonzerns Preussag gehört zu den großen Verlierern der Anschlagserie in den USA.

ddp-vwd BERLIN. Nach Bekanntwerden der Terrorakte verlor der Titel am Dienstag rund 13 Prozent, und auch in den darauffolgenden Tagen geriet der Wert unter Druck. Das Dax-Papier, das vor den Anschlägen sehr hoch in der Anlegergunst stand und bei rund 34 Euro notierte, hat sich seither von den Kurseinbrüchen noch nicht wieder erholt. Derzeit liegt der Kurs bei rund 26 Euro. Der nach eigenen Angaben weltgrößte Tourismuskonzern hatte umgehend für drei Tage sämtliche USA-Pauschalreisen der Tochter TUI gestoppt. Die schrecklichen Ereignisse in den USA haben die guten Aussichten des Konzerns fragwürdig werden lassen.

Philip Bonhoeffer vom Bankhaus Merck Finck bleibt vorerst bei seiner Einstufung "Outperformer". "Durch seine breite Aufstellung kann Preussag diese Entwicklung am ehesten kompensieren. Außerdem ist das dritte Quartal mit der Hauptreisesaison vorüber, während das vierte Quartal traditionell schwach ist", sagte der Analyst. Auch Robert Guelpers vom Bankhaus Sal. Oppenheim hat seine Einstufung "Outperformer" bestätigt. Michael Riedel von der Bankgesellschaft Berlin hat die Aktie hingegen wegen der möglichen Auswirkungen der Terroranschläge in den USA von "Kaufen" auf "Akkumulieren" herabgestuft. Gleichzeitig wurde die Touristik-Sektoreinschätzung von "Neutral" auf "Negativ" gesenkt.

Noch vor wenigen Wochen überzeugte Preussag die Analysten mit einem über den Erwartungen liegenden Halbjahresergebnis sowie mit dem neuen Konzept "World of TUI", das künftig zur neuen Dachmarke wird. Gleichzeitig kündigte der Vorstandsvorsitzende Michael Frenzel ein "hervorragendes" Konzernergebnis für das Gesamtjahr an. Die Angst vor Flugreisen dürfte durch die Ereignisse in den USA nun deutlich gestiegen sein. Auch die politisch unsichere Situation sowie die mögliche Entwicklung zu einem Krieg dürften die Reiselust der Menschen deutlich schmälern. Einige Analysten rechnen mit Stornierungen. Zudem könnten langfristig höhere Sicherheitsstandards die Reisekosten erhöhen.

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