Wertberichtigungen
Gewinneinbruch bei Swiss Re

Der Gewinn des Rückversicherungskonzerns Swiss Re ist im ersten Halbjahr 2002 auf 118 (Vorjahreszeitraum 1345) Millionen sfr gesunken. Wesentlich geprägt wurde das Ergebnis von den rückläufigen Aktienmärkten, die zu Abschreibungen auf Aktienanlagen von 917 Millionen sfr führten, teilte Swiss Re am Donnerstag mit.

Reuters/vwd ZÜRICH. Die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG/Swiss Reinsurance, Zürich, rechnet für das Gesamtjahr mit zufriedenstellenden Ergebnissen. Im zweiten Halbjahr sei mit einer nachhaltigen Verbesserung der Marktbedingungen für das gesamte Rückversicherungsgeschäft zu rechnen, teilte das Unternehmen anlässlich seiner Zahlen zum ersten Halbjahr am Donnerstag mit. In der Folge dürfte sich bei der nächsten Erneuerungsrunde eine weitere Verbesserung der Preise und Bedingungen im Nichlebengeschäft ergeben. Für das Lebengeschäft prognostizierte Swiss Re eine steigende Nachfrage. Der Kapitalbedarf bei den Erstversicherern werde entsprechende, attraktive Geschäftsmöglichkeiten bieten.

Bei der Financial Service Business Group geht das Unternehmen davon aus, dass die Sparte von den positiven Entwicklungen des Unternehmensgeschäft im Bereich Nichtleben profitieren wird.

Swiss Re kündigte Wertminderungen an, sollten die Aktienmärkte auf dem Stand von Ende Juni 2002 verharren oder weiter fallen. Dies würde sich auf das Ergebnis negativ auswirken. Im ersten Halbjahr hatte der Rückversicherer Abschreibungen auf Aktienanlagen von 917 Millionen sfr tätigen müssen. Um die Exponierung auf den Aktienmärkten gegen eine weitere ungünstige Marktentwicklung zu reduzieren, seien Termingeschäfte abgeschlossen worden. Sofern sich die Situation auf den Finanzmärkten verbessere und außerordentliche Schäden ausblieben, rechnet Swiss Re für 2002 mit einem Gewinn.

Die Combined Ratio im Nichtleben-Geschäft - das Verhältnis von Kosten und Schadenaufwand zu Prämien - verbesserte sich auf 104 (113) Prozent, hiess es weiter.

Das Anlageergebnis fiel auf 2,604 (3,931) Millionen sfr. Das gesamte Prämienvolumen erreichte 13,836 (11,898) Milliarden sfr. Swiss Re rechnet weiteren Angaben zufolge für das Gesamtjahr mit einem Gewinn.

Analysten hatten für Swiss Re im Durchschnitt einen Rückgang des Semestergewinns auf 1080 Millionen sfr prognostiziert, wobei die Schätzungen in einer breiten Spanne von 1401 bis 653 Millionen sfr gelegen waren.

Für die Hochwasserkatastrophe in Teilen Europas schätzt Swiss Re einen Schadenaufwand von etwa 250 Millionen sfr. Der gesamte wirtschaftliche Schaden, der durch die Überschwemmungen entstanden sei, könnte nach vorläufigen Schätzungen 15 Mrd. Euro übersteigen. Der versicherte Schaden werde jedoch erheblich niedriger als der wirtschaftliche Schaden liegen.

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