Wertberichtigungen und Währungsverluste
Baloise bilanziert rote Rekordzahlen

Der Schweizer Versicherungskonzern Baloise hat im vergangenen Jahr einen Rekordverlust von 634 Millionen sfr verzeichnet nach einem Gewinn von 404 Millionen sfr in 2001. Baloise verwies in einer Mitteilung vom Donnerstag auf die schlechte Entwicklung an den Finanzmärkten, Währungsverluste und Elementarschäden.

Reuters BASEL. Der Konzern will trotzdem eine Dividende von 0,40 (Vorjahr 2,40) sfr ausschütten und auf eine Kapitalerhöhung verzichten. Das Eigenkapital belief sich den Angaben zufolge Ende 2002 auf rund 3,1 (5,4) Milliarden sfr. Bis Mitte März habe sich das Eigenkapital auf geschätzte 2,8 bis 2,9 Milliarden sfr weiter verringert. Die Konzersolvabilität sei bis Mitte März auf geschätzte 175 Prozent von 203 Prozent Ende 2002 gefallen.

Angesicht der Unsicherheit auf den Finanzmärkten und dem schwachen Wirtschaftswachstum wollte Baloise keine Gewinnprognose für das laufende Jahr abgeben. Bisher hatte es geheissen, dass Baloise im laufenden Jahr die Rückkehr zu schwarzen Zahlen erwarte.

Im Nichtleben-Bereich erwartet Baloise 2003 ein Prämienwachstum von rund drei Prozent. Im Leben-Geschäft hänge das Wachstum von den Finanzmärkten ab.

Im vergangenen Jahr stieg das Prämienvolumen unter anderem wegen der Übernahme der deutschen Securitas-Versicherung auf 7,3 (6,6) Milliarden sfr. Im Nichtleben-Geschäft wuchsen die Prämien den Angaben zufolge organisch und in Lokalwährungen um 5,8 Prozent, während das organische Wachstum in Lokalwährungen im Leben-Geschäft 14,6 Prozent betrug. Allerdings hätten sich die Rahmenbedingungen wegen der gesetzlichen Mindestverzinsung in der beruflichen Vorsorge in der Schweiz deutlich verschlechtert.

Baloise hatte Ende Februar für 2002 einen Verlust von 550 bis 650 Millionen sfr in Aussicht gestellt.

Analysten hatten mit einem Verlust am unteren Ende der von Baloise angekündigten Spanne gerechnet.

Wie die Gesellschaft nun weiter mitteilte, machte die schlechte Entwicklung an den Finanzmärkten Wertberichtigungen auf Kapitalanlagen von 959 Millionen sfr nötig. Hinzu kamen noch Währungsverluste von 156 Millionen sfr.

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