Wertberichtigungen verhageln die Bilanz
Amatech reagiert mit Stellenstreichungen auf Millionenverluste

dpa/vwd MÜNCHEN. Der am Neuen Markt notierte Chipkarten-Hersteller Amatech hat im Jahr 2000 wesentlich höhere Verluste gemacht als noch vor kurzem angegeben. Der Jahresfehlbetrag sei um mehr als fünf Mill. ? auf 8,8 Mill. ? gestiegen, berichtete das Allgäuer Unternehmen am Dienstag in München. Der Umsatz legte um 88 % auf 20,5 Mill. ? (rund 40,1 Mio DM) zu. Um mittelfristig wieder schwarze Zahlen zu schreiben, will Amatech die Zahl der Mitarbeiter um rund 100 auf 240 Beschäftigte reduzieren. Das Geschäftsfeld RFID Automation (Radio Frequency Identification) wird aufgeben, die Produktion am Standort Irland zentralisiert.

Vor knapp zwei Monaten hatte die Amatech AG (Pfronten) nach vorläufigen Zahlen von einem Fehlbetrag von vier Mill. ? gesprochen. Die Korrektur sei durch Wertberichtigungen in der Bilanz zu Stande gekommen, sagte ein Sprecher. Für das laufende Jahr erwartet Amatech bei einem Umsatz von rund 37 Mill. ? erneut Verluste in Höhe von acht Mill. ?.

Darüber hinaus soll durch neue Kooperationen im Halbleiterbereich die Beschaffung von RFID-Chips auf eine breitere Basis gestellt werden. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in das Geschäftsfeld RFID im abgelaufenen Geschäftsjahr rund drei Mill. Euro investiert. Außerdem sollen keine weiteren Eigenmittel in das Systemgeschäft fließen. In einem ersten Schritt werde zum 1. Juni die Sparte Produktion des Standortes Phoenix/USA und die Niederfrequenzproduktion in Thailand aufgelöst. In Singapur würden mit reduzierter Belegschaft weiter Lesegeräte produziert. Darüber hinaus finde an diesem Standort ein Management-Buyin statt.

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