Wertentwicklungs-Analyse der größten Mischfonds
Fonds trauen Unternehmens-Anleihen wieder

Über das Kurspotenzial der Aktienmärkte gehen die Meinungen der Fondsmanager der größten Mischfonds auseinander. Bei den Renten schichten sie zunehmend von Staatsanleihen und Pfandbriefen in Unternehmensanleihen um - eine breite Risikostreuung sei bei diesen risikoreicheren Bonds aber wichtig.

HB/ vwd DÜSSELDORF. Die Fondsmanager von UBS Asset Management in Zürich sind vorsichtig optimistisch für die internationalen Aktienbörsen - trotz der jüngsten dramatischen Verluste. "Sobald die Unsicherheit über der Bilanzierungspraktiken der amerikanischen Unternehmen vorüber ist, werden die Aktienmärkte wieder steigen. Sie sind momentan relativ günstig, wenn man Modellbewertungen heranzieht", sagen sie.

Das UBS-Management-Team ist verantwortlich für den UBS(Lux) Strategy Fund Yield (CHF) B. Dieser Fonds legt weltweit an, kauft jedoch schwerpunktmäßig auf Schweizer Franken lautende Wertpapiere. Das Produkt der Investmentgesellschaft der Schweizer UBS-Bank erwirtschaftete in den zurückliegenden zwölf Monaten per Ende Mai einen Wertzuwachs von 1,91 %. Damit belegt es Platz eins in der Rangliste der zehn größten Mischfonds und Platz 13 unter allen 369 Produkten. Mischfonds setzen sowohl auf Aktien als auch auf Renten und streuen somit das Risiko.

Der UBS-Fonds etwa investiert bei neutraler, also indexgleicher Ausrichtung ein Viertel seines Portfolios in Aktien und drei Viertel in Anleihen. Aktien sind laut UBS-Management-Team aktuell mit 27 % leicht überrepräsentiert. Die größten Einzelpositionen seien Novartis und Nestlé mit jeweils rund 2 % sowie UBS und Roche mit jeweils etwas über 1 %. Potenzial hätten auf aktuellem Niveau wieder Unternehmensanleihen, die zuletzt zusammen mit den schwachen Aktienmärkten stark gefallen sind. Derzeit überlegt das Management, zu Lasten der im Portfolio dominierenden Staatsanleihen und Pfandbriefe wieder stärker in Unternehmensanleihen zu investieren.

Der Swissca Portfolio Fund Yield legt ausschließlich in Unternehmensbonds an. Das Produkt der Investmentgesellschaft der Schweizer Kantonalbanken Swissca kauft überwiegend Wertpapiere aus dem eigenen Land und belegt den zweiten Platz. Im Gesamtklassement rangiert es auf Platz 18. "Wir erwarten, dass sich die Situation an den Rentenmärkten normalisiert und Unternehmensbonds wieder besser abschneiden als Staatsanleihen", sagt der verantwortliche Fondsmanager Beat Gerber. Der Fonds profitiere allein schon von den höheren Kuponzinsen der Unternehmensbonds. Um die höheren Risiken der Firmenanleihen zu begrenzen, streue er die Mittel sehr breit über verschiedene Branchen und Einzeltitel.

Derzeit seien über 200 Unternehmensanleihen verschiedener Schuldner im Portfolio. Der Laufzeitenbereich der meisten Anleihen liege zwischen fünf und zehn Jahren. Insgesamt machten Renten einschließlich Geldmarktpapieren etwa vier Fünftel des Portfolios aus. Auf Aktien entfielen entsprechend rund 20 %. Solange sich die Argumente für und gegen steigende Aktienkurse in etwa die Waage hielten, bleibe die Aktienquote auf diesem Stand. Gerber favorisiert substanzorientierte, defensive Aktien aus den Sektoren Kapitalgüter, Versorgung und Immobilien, wie zum Beispiel die Schweizer Werte Schindler und Georg Fischer sowie den deutschen Versorger RWE.

Die Tabelle enthält keine Fonds-Ratings, da die Produkte sehr unterschiedliche Anlagepolitiken verfolgen und somit nicht vergleichbar sind.

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