Wertentwicklungsanalyse: Dachfonds mit flexibler Anlagestrategie
Fondsanalyse: Hohe Barquoten sorgen für Sicherheit

Aktienfondsanteile gering halten: Das bleibt die Devise der erfolgreichen Anlagestrategen. Wenn schon Aktien im Depot sind, dann sollten sie eher aus Europa als aus Amerika stammen. Davon sind die Experten überzeugt. Sie argumentieren unter anderem mit der attraktiveren Bewertung in Europa.

HB/vwd FRANKFURT/M. Er setzt auf eine hohe Barquote: Bernd Greisinger. Der externe Berater des von der Landesbank Rheinland-Pfalz International (LRI) aufgelegten BG Umbrella Fund: BG Global Classic will damit den Unsicherheiten an den Märkten begegnen. Das Produkt rangiert dank eines Zwölfmonats-Wertgewinns von 7,70 % per Ende Juni unter 61 Dachfonds mit flexibler Ausrichtung auf dem zweiten Platz der Handelsblatt-Analyse. Davor rangiert nur noch der ebenfalls von Greisinger betreute BG Global Dynamic. Als "flexibel" gelten jene Dachfonds, die entweder hälftig in Aktienfonds und wertstabile Fonds investieren oder sich bei der Aufteilung der Gelder auf einzelne Fondsklassen keine Beschränkungen auferlegen.

Greisinger, der seine Portfolios täglich den Marktveränderungen anpasst, rechnet weiter mit stark schwankenden Märkten: "Die Unsicherheit ist sehr groß und Psychologie dominiert die Märkte, das macht technisch orientierten Investoren wie uns das Leben schwer

."

Derzeit bestehe der BG Global Classic zu 34 % aus Aktienfonds, Rentenfonds seien mit 20 %, Immobilienfonds mit 15 % und Barmittel mit 31 % im Bestand. "Der langfristige Abwärtstrend ist intakt", meint Greisinger zur relativ niedrigen Aktienquote. Auf Europa entfielen 44 % der Aktieninvestments, jeweils 19 % auf Japan bzw Südostasien und nur 18 % auf die USA. "Wir wollen das Dollar-Risiko im Griff haben", erläutert Greisinger. Zudem seien US-Aktien derzeit weniger attraktiv bewertet als Aktien aus Europa. Nach seinen Angaben sind 90 % des Fonds gegen Dollar-Schwankungen abgesichert, da er von einem fortgesetzten Dollarverfall ausgehe.

Der größte Aktienfonds im Bestand sei derzeit der ACM Bernstein European Value mit knapp 8 % Fondsquote, vor dem Fidelity South East Asia, dem HPM Timing Global Plus und dem Fidelity Japan Fund mit jeweils deutlich über 5 %.

Auf der Rentenseite sehe er vor allem in Asien und Osteuropa noch interessante Renditechancen. Er setze unter anderem auf den Schroder International Selection Fund Converging Europe mit Konzentration auf Anleihen aus EU-Beitrittsländern.

Auf dem sechsten Platz rangiert mit einem Minus von 8,16 % der GIP Invest World Balanced Portfolio der Kapitalanlagegesellschaft GIP Invest. "Aktuell liegt die Aktienquote bei 30 %", erklärt Fondsmanager Hubert Malle. Zwar wären 75 % möglich, aber der Fonds sei konservativ ausgerichtet. Jeweils die Hälfte der Aktienfondgelder entfielen auf Produkte für wert- und wachstumsorientierte Aktien.

Die größten Aktienfondspositionen im Portfolio sind laut Malle der Threadneedle European Select Growth vor dem ACM European Growth, Threadneedle American Select Fund sowie Templeton Growth Fund und ACM Global Growth Fund. Die derzeitige Übergewichtung europäischer Aktien ergibt sich nach Auskunft des Experten aus "Bewertungsvorteilen" für europäische Dividendentitel. Dollarpositionen seien abgesichert.

In Anleihen sind Malle zufolge gegenwärtig 26 % des Fondsvermögens investiert, die restlichen 44 % entfallen auf Barmittel. Mittelfristig erscheine die Baranlage sinnvoller als ein Anleihen-Investment. Im ausschließlich auf Europa ausgerichteten Rentenbestand spielten der Threadneedle European Bond Fund, der Templeton EuroMarket Bond und der MST European Bond Euro die Hauptrolle

.

Quelle: Handelsblatt

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%