Wertentwicklungsanalyse defensiv anlegender Mischfonds
Fondsmanager halten sich weiterhin zurück

Die Fondsmanager defensiv anlegender Mischfonds bemühen sich verstärkt, das ihnen anvertraute Vermögen zu schützen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Pierre Schick und Serge Minisini, Fondsmanager bei der schweizerischen Union- Bancaire-Privée, halten trotz des jüngsten Börsenaufschwungs eine vorsichtige Anlagestrategie für ratsam. Gemeinsam sind sie verantwortlich für den stark in kurze und mittlere Euro-Anleihen bester Qualität investierenden UBAM-Conservative Portfolio (Euro) D1.

Ihren Konjunkturpessimismus begründen sie damit, dass sich die US-Wirtschaft aufgrund der schwachen Konsumbereitschaft der Amerikaner so schnell nicht belebe. So setzen Schick und Minisini auf eine moderate Aktienquote und engagieren sich bei kurzlaufenden Renten. Mit dieser vorsichtigen Strategie hat der UBAM-Conservative Portfolio per Ende Oktober ein Ein-Jahres-Plus von 1,68 % erzielt. Damit führt er die Wertentwicklungs-Rangliste defensiv anlegender Mischfonds an. Defensiv heißt hier, dass der Anlageschwerpunkt dieser Produkte bei Rentenpapieren liegt. Derzeit sind bei dem UBAM-Fonds 44 % der Mittel in Rententiteln angelegt. 41,5 % investiert er in kurzlaufende Anleihen mit einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten, 6 % in internationale Aktien wie Vodafone, Citigroup oder Pfizer. Der Rest ist Liquidität.

Mit einem Zwölf-Monats-Verlust von 0,8 % liegt der Spängler Performance Trust A auf Platz zehn. Laut Tom Sciaranetti, externer Fondsmanager der österreichischen Carl Spängler Kapitalanlagegesellschaft, verfolgt der Fonds zwei Anlageziele: die Beteiligung an der positiven Wertentwicklung der Finanzmärkte und den Schutz des Kapitals. Immer mindestens 50 % der Fondsmittel sind in Rententiteln angelegt. Der Aktienanteil liegt bei maximal 20 %. Momentan sind Sciaranetti zufolge 11,5 % des Vermögens in Aktien investiert. Dabei setze er nicht auf einzelne Titel, sondern ausschließlich auf Indexzertifikate und Derivate. Derzeit seien europäische und US-Indizes übergewichtet. Mit 84,5 % liegt der größte Teil der Gelder in Euro-Renten mit überwiegend kurzen Laufzeiten. Dies begründet Sciaranetti damit, dass er weitere Zinssenkungen in der Eurozone erwartet. Davon würde das kurze Ende der Renditestrukturkurve am stärksten profitieren.

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