Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für amerikanische Nebenwerte
Morgan Stanley wittert bei kleinen Aktien „enormes Potenzial"

HB/vwd FRANKFURT. Mit Aktien kleiner Technologie- und Konsumgüterfirmen erzielen sie ihre gute Performance: Dennis Lynch und Alexander Umansky. Die Fondsmanager führen mit dem Morgan Stanley - US Emerging Equity Growth Fund die Hitliste der US-Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Nebenwerte an. Eine Jahresperformance von 112,95 % per Ultimo April reicht für Platz eins im Konkurrenzfeld von 40 Produkten (Tabelle).

Lynch aus dem Hause Morgan Stanley Dean Witter bleibt für die Zukunft optimistisch: "In den nächsten Monaten sehen wir ein enormes Potenzial für US-Nebenwerte. Aus den hohen Kursschwankungen im Markt werden sich viele Chancen ergeben, die wir nutzen möchten." Gerade mittelständischen Firmen böten sich in dem nahezu idealen wirtschaftlichen Umfeld gute Entwicklungsmöglichkeiten.

Als Auswahlkriterium für geeignete Aktien dienten die Liquiditäts- und Bruttoertragssituation der Unternehmen, die Wettbewerbsfähigkeit sowie das kurz- und langfristige Ertragswachstumspotenzial. Aus diesem Ansatz heraus haben die Experten Technologie- und Konsumgüteraktien übergewichtet. Als Top-Titel im Segment der amerikanischen Nebenwerte stuft Lynch das Telekom-Unternehmen Pinnacle ein, dessen Aktien 4,4 % des Fondsvermögens ausmachten. Als zweitgrößte Position sei der Softwareanbieter Saga Systems mit einem Anteil von 4,3 % enthalten. Corporate Executive Board, ein Beratungsunternehmen, komme auf 4,1 %. Der Morgan-Stanley-Fonds ist mit "(A)" geratet, so dass er im Konkurrenzvergleich nicht nur unter längerfristigen Performance-, sondern auch unter Risikoaspekten sehr gut abschneidet.

Pinnacle ist die wichtigste Aktienposition

Ein "glückliches Händchen" bei der Aktienauswahl beweisen auch die Fondsmanager des UBS (Lux) Equity Fund - Small Cap USA, David Wabnik und Paul Graham. Mit einem Wertzuwachs von 108,75 % rangieren sie auf Platz zwei. Sie haben den Nebenwerteindex Russel 2000 - der nur auf 36,42 % kommt - ebenfalls abgehängt. Im Gegensatz zum Morgan-Stanley-Fonds bekommt das UBS-Produkt nur ein "(C)"-Rating, schneidet im längerfristigen Vergleich von Performance und Anteilspreisschwankungen also nur durchschnittlich ab.

Wabnik hält nach eigenen Angaben in der Regel zwischen 60 und 150 Aktien im Fonds der schweizerischen Gesellschaft UBS. Aktuell sind es etwa 115 Werte, wobei Unternehmensanteile aus den Bereichen Chemie und Pharmazeutik, allgemeine Dienstleistungen, Elektroindustrie und Finanzen knapp die Hälfte des Depots ausmachten.

Bei der größten Einzelposition, Flextronics Int. Ltd. mit einer Fondsquote von 3,0 %, handele es sich um einen Wert aus der elektronischen Dienstleistungsbranche. Zu den Favoriten gehören auch Investors Financial Services mit einem Depotanteil von rund 2,8 %; die Firma sei auf dem Gebiet Finanzdienstleistungen tätig. Mercury Interactive Corp. biete Software für den E-Commerce und komme jetzt auf eine Fondsquote von 2,7 %.

Die Zukunft der amerikanischen Nebenwerte beurteilte auch Wabnik positiv: "Wir sind optimistisch. Experten gehen von einem Ertragswachstum für Small-Cap-Titel von 24 % im kommenden Jahr aus. Die Prognosen für amerikanische Standardwerte liegen dagegen nur bei 21 %."

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