Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für amerikanische Nebenwerte
UBS bringt mit Strom-Aktien Energie ins Fonds-Depot

Fondsmanager David Wabnik arbeitet nach einem simplen Grundsatz: Ausschlaggebend für den Erfolg sind eine gezielte Auswahl von Aktien, die auch in wirtschaftlich schwachen Branchen über ein überdurchschnittliches Gewinnpotenzial verfügen.

HB/vwd FRANKFURT/M. David Wabnik arbeitet nach einem simplen Grundsatz. "Ausschlaggebend für den Erfolg sind eine gezielte Auswahl von Aktien, die auch in wirtschaftlich schwachen Branchen über ein überdurchschnittliches Gewinnpotenzial verfügen, sowie eine Übergewichtung von kleinen Werten rentabler Sektoren", erläutert er. Wabnik managt zusammen mit Paul Graham den UBS (Lux) Equitiy Fund Small Caps USA, der mit 114,96 % Wertentwicklung in den zwölf Monaten bis Ende Oktober an der Tabellenspitze liegt.

Durchschnittlich 80 Werte halten Wabnik und sein Team im Fondsdepot. Aktuell sind es sogar 106 Unternehmen. Sein Vergleichsmaßstab ist der Index Russell 2000 Growth, der die Entwicklung der US-Nebenwerte misst. Im Russell 2000 hat der Technologiesektor einen Anteil von 34,5 %, in Wabniks Fonds dagegen nur von 29,1 %. Trotzdem nennt der Fondsmanager mit Elantec Semiconductor ein Beispiel aus diesem Bereich als herausragendes Papier. Die erweiterte Produktpalette des Halbleiterproduzenten hält er für so viel versprechend, dass er in diese Aktie 3,8 % des Fondsvolumens investiert hat. Optimistisch beurteilt er die Entwicklung des Energie- und des Finanzbereiches, die er beide deutlich überbewertet hat. Investors Financial Services wird nach Wabniks Erwartungen als Anbieter von administrativen Dienstleistungen für die Finanzindustrie von der allgemeinen Branchenentwicklung profitieren und ist mit 3,2 % gewichtet. An dritter Position hält er mit 2,8 % die Shaw Group, die am Ausbau des amerikanischen Stromerzeugermarktes gut verdient.

Wabnik ist zuversichtlich für die Entwicklung der US-Nebenwerte: "Die Fundamentaldaten bleiben interessant. Wir gehen davon aus, dass das Gewinnwachstum der kleinen Werte den Markt der Standardwerte innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre um mehr als zwei Prozent jährlich übertreffen wird."

Der Anlageschwerpunkt des Alger Portfolio liegt auf Unternehmen mittlerer Größe. Zwar dürfen die Fondsmanager, Ron Tartaro und David Alger, laut Satzung auch in kleine Nebenwerte investieren, aber diese Firmen mit einer Marktkapitalisierung unter einer Milliarde Dollar nehmen nach ihren Angaben niemals mehr als 5 % des Fondsvolumens ein. "Der Markt der Standardwerte hat sich in den letzten Jahren immer stärker entwickelt als das Segment der MidCaps. Diese Tatsache hat nun günstige Auswirkungen auf die relative Bewertung der mittelgroßen Unternehmen, die sich seit diesem Jahr verbessert hat", kommentiert Tartaro. Nur Wettbewerbsführer der jeweiligen Branchen sollen im Depot enthalten sein - selbst, wenn der Preis dafür hoch ist.

Derzeit ist das Fondsvolumen auf etwa 60 Titel verteilt. Tartaro sieht Entwicklungschancen vor allem im Bereich der pharmazeutischen Industrie. Mit der Gewichtung von Forest Laboratories Inc. (4,1 %) und Alza Corp. Cl A. (3,8 %) dokumentiert das Management Vertrauen in die Medikamente der beiden Pharma-Unternehmen. Als dritten Favoriten benennt Tartaro den Software-Entwickler Intuit Inc., in den er weitere 3,8 % des Fondsvolumens investiert hat.

Der Alger-Experte ist optimistisch: "Wir gehen davon aus, dass der Dollar weiter stark bleibt und die amerikanische Wirtschaft mit leichter Inflation moderat wachsen wird. Dies ist ein ideales Umfeld für mittelgroße Unternehmen."

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