Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für Biotechnologie- und Pharmawerte
Branchenfonds: Invesco verschreibt Johnson & Johnson

"Land unter" für viele Biotechnologie- und Pharmafonds: Die Zwölfmonatsbilanz der 53 Produkte weist einen durchschnittlichen Verlust von 4,19% per Ende Juni aus.

21.8.2001 HB/vwd FRANKFURT/M. Fondsmanager Andy Summer von der britischen Investmentgesellschaft Invesco kommt mit dem Invesco GT Healthcare Fund C dank einer Wertsteigerung von 8,45% auf Rang neun.

Summer ist nach eigenen Angaben überzeugt, dass sich die Konzentration auf die weniger spekulativen Pharma-Standardwerte ausgezahlt hat. Knapp 57% der Gelder seien derzeit in die Pharmabranche investiert: "Im Herbst werden wieder einige Unternehmen wichtige Produktinnovationen vorstellen. Darüber hinaus stehen die Zulassungen verschiedener Medikamente durch die Gesundheitsbehörde an. Deshalb erwarte ich auch ein gutes drittes Quartal für die Kurse der Titel."

Auf Summers Liste der Top-Einzelwerte stehen die nach seinen Aussagen weltweit größten Gesundheitskonzerne. Von Johnson & Johnson und American Home Products mit jeweils über 5% Fondsquote verspreche er sich dank breiter Produktpipelines und Aktivitäten in verschiedenen Bereichen der Gesundheitsbranche langfristig Gewinne.

Aus dem aktuellen Bayer-Debakel, bei dem das deutsche Unternehmen vor etwa zwei Wochen ihr Medikament Lipobay/Baycol vom Markt nehmen musste, leitet Summer ebenfalls gute Chancen für die US-Konzerne ab. Vor allem Pfizer, Merck&Co. und Bristol Myers Squibb, die gerade im Bereich der Cholesterin-Präparate sehr engagiert seien, könnten die entstandene Bedarfslücke schließen.

Fondsmanager erwartet spannenden Herbst

Auch für die Biotech-Aktien geht Summer von einem spannenden Herbst aus: "Langsam deuten sich erste Anzeichen eines Konjunkturumschwunges der US-Wirtschaft an. Das ist eine gute Basis für diese Werte, die erfahrungsgemäß sehr an der Nasdaq hängen." Um daran zu partizipieren habe er den Depotanteil dieser Titel auf 25% erhöht.

Ebenfalls sehr stark auf Pharmatitel konzentriert ist der DekaTeam - PharmaTech TF. Die Experten von J.P. Morgan managen den Fonds für den zentralen Investmentdienstleister der Sparkassen, Deka. Sie sicherten den Anlegern einen Gewinn von 7,64% und kommen damit auf den zehnten Rang.

Laut Shawn Lytle, dem verantwortlichen Fondsmanager des Deka-Fonds, sind derzeit 81% der Gelder in Pharmatitel investiert. Viel halte er von der Aktie Schering Plough, - die sehr tief bewertet sei. Als zweiten Favoriten nennt er die seiner Meinung nach ebenfalls preiswerte und überdurchschnittliche Wachstumsraten versprechende American Home Products.

Den Biotechnologiebereich beurteilt Lytle wie Summer positiv. Aus diesem Grund habe das J.P.-Morgan- Team den Depotanteil auf aktuell knapp 9% aufgestockt. Vor allem das Unternehmen Human Genome Science erachtet Lytle als sehr interessant. Ein neues Medikament gegen den HIV-Virus könnte nach seiner Ansicht sehr wichtig für den Erfolg des Unternehmens werden.

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