Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für deutsche Nebenwerte
UBS zählt Fraport und GfK zu ihren MDax-Favoriten

Peter Ott greift bei MDax-Werten wieder zu. Der Fondsmanager des SMH-Mid Cap-UBS-Fonds musste im Monat Oktober nur 5,34 % Wertverlust hinnehmen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Alle 25 Aktienfonds für deutsche Nebenwerte verloren im Schnitt mehr als doppelt so viel. Im Zwölfmonatsrückblick per Eden Oktober bringt es das Produkt auf ein Minus von ebenfalls unterdurchschnittlichen 16,30 %. Das bedeutet Rang zwei im Konkurrenzvergleich.

Derzeit hält Ott eigenen Angaben zu Folge Ausschau nach Titeln, deren Kurse seit dem "Ausverkauf am 21. September" zurückgeblieben sind. "Stark gekauft" habe er zum Beispiel Aktien des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport. Der mehr als 30-prozentige Kursabschlag bei diesem Wert sei übertrieben gewesen. Früher oder später werde sich die Situation in der Luftfahrt wieder normalisieren. Auch die Aktien der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), ebenfalls im MDax für Aktien mit mittelgroßem Börsenwerte enthalten, stuft der Experte des schweizerischen Investmenthauses UBS "augenblicklich als hoch interessant" ein. Gegenüber ihrem Höchststand habe die Aktie extrem viel verloren, obwohl das Management sehr gute Arbeit leiste. Die aktuelle Geschäftseintrübung sei bereits im Kurs enthalten.

Zugegriffen hat Ott nach eigenen Angaben auch bei den beiden Bauzulieferern Heidelberger Zement und Dyckerhoff Vorzüge. "Beide sind sehr niedrig bewertet und haben trotz schlechter Baukonjunktur einen extremen Nachholbedarf", glaubt der Fondsmanager. Eine weltweite Verstärkung öffentlicher Bauaufträge zur konjunkturellen Belebung könnte die Geschäfte der beiden Zementhersteller beflügeln.

Nur 1 % des Vermögens steckten im Neuen Markt, verteilt auf Senator Film und UMS. Generell glaubt der UBS-Experte nicht an weitere Kursstürze: "Früher oder später werden die Zinssenkungen wirken."

Frank Hansen hält Ausschau nach Wachstumstiteln mit einer angemessenen Börsenbewertung. Er übernahm im April die Verantwortung für den DIT Spezial 2. Das Produkt der Dresdner-Bank-Fondsgesellschaft DIT führt mit einem Wertverlust von 15,90 % den Konkurrenzvergleich an.

"Unser Schwerpunkt liegt weiterhin in den Bereichen Gesundheit und Pharma", erläutert Hansen. Die Firmen überzeugten in schwierigem Marktumfeld durch stabiles Wachstum und eine vergleichsweise günstige Bewertung. Als Beispiel nennt er den Haarpflegespezialisten Wella. Ebenfalls attraktiv sei Altana, ein weiterer MDax-Wert. Zum einen werde das Unternehmen als Aufstiegskandidat für den Dax-30 gehandelt. Andererseits sorge ein neues Asthmamittel neben den bereits gut laufenden Medikamenten für Wachstumsphantasie.

"Auch die Maschinenbauer aus dem MDax bieten gute Kaufgelegenheiten", glaubt der DIT-Experte. Vor allem mag er Krones als Zulieferer für die Getränkeindustrie: "Die Firma hat eine sehr stabile Marktstellung, die Getränkeindustrie als Auftraggeber ist eine stabile Kundschaft." Krones sei auch auf Grund der sehr niedrigen Bewertung eine Aktie mit Potenzial, die Anleger bislang vernachlässigt hätten.

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