Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für deutsche Standardwerte
Fonds sehen Chancen im Dax

Auf der Suche nach günstig bewerteten Aktien glauben die Manager von Fonds für deutsche Standardwerte bei der Deutschen Telekom und Daimler-Chrysler fündig geworden zu sein.

HB/vwd FRANKFURT/M. Die Manager von Aktienfonds für deutsche Standardwerte sehen Chancen bei der Deutschen Telekom. Für ein "gutes langfristiges Investment" hält Adig-Fondsmanagerin Heidrun Heutzenröder den Wert, den sie in ihrem Fonds Fondak mit 5,5 % gewichtet hat. "Wir waren in dem Titel lange Zeit nicht investiert. Doch als der Kurs unter 24 Euro gefallen war, haben wir wieder erste Positionen aufgebaut", sagt Heutzenröder. Natürlich seien bei der Telekom weitere Restrukturierungen nötig, jedoch sei das Unternehmen mit seinen operativen Einheiten gut aufgestellt. Der bereits 1950 aufgelegte Fondak verlor in den vergangenen zwölf Monaten per Ende August 20,3 %. Damit liegt das Produkt der Commerzbank-Tochter Adig auf Platz fünf der 98 Fonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland.

Heutzenröder hat die Kassenquote ihres auf deutsche Aktien spezialisierten Fonds auf 1,5% heruntergefahren. Zuvor habe diese im oberen einstelligen Bereich gelegen. Zugekauft habe sie bei Chemie- und Versorgerwerten sowie bei günstig bewerteten Zyklikern. Die Titelauswahl erfolge auf Grund quantitativer Auswahlkriterien wie einer hohen Dividendenrendite und einem niedrigen Kurs- Gewinn-Verhältnis. Gut gefällt Heutzenröder auch die Daimler Chrysler-Aktie, in die sie 7,3 % der Fondsmittel investiert hat. "Auf Grund eines harten Restrukturierungsprogrammes gelingt es Daimler, das zu halten, was das Management den Aktionären versprochen hat", sagt sie.

Harald Sporleder, Fondsmanager des dit-Aktien Deutschland AF hält die Talsohle am Aktienmarkt für erreicht. Das Börsenumfeld bleibe sehr volatil und emotional getrieben - dennoch habe der Markt mehr Spielraum nach oben als nach unten. Sein Fonds liegt mit einer Jahreswertentwicklung per Ende August von minus 20,85 % auf Platz 6 der Rangliste.

Auch Sporleder sucht nach Titeln mit günstiger Bewertung. "Ich habe beispielsweise bei der Deutschen Telekom dazugekauft", sagt er. Der Wert sei mit 9 % im Depot gewichtet. Der aktuelle Kurs sei günstig. Zudem stehe eine Lösung bezüglich Voicestream vor der Tür. "Egal, ob die Deutsche Telekom die Beteiligung bei Voicestream verkauft oder nur reduziert: Der Wert ist dann für Hedgefonds weniger interessant, so dass die Aktie Wertentwicklungspotenzial hat", sagt Sporleder. Ebenfalls übergewichtet sei er bei den Werten Lufthansa und Thyssen mit jeweils 1,7 % der Fondsmittel.

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