Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für deutsche Standardwerte
Fondsmanager lässt sich von Computer beraten

Martin Weinrauter von der Grohmann & Weinrauter Vermögens GmbH-Management will sich nicht über den möglichen zukünftigen Börsentrend den Kopf zerbrechen. Als Fondsberater des Warburg-Daxtrend-Fonds von Warburg Invest verlässt er sich auf die Entscheidungen eines selbst entwickelten technisch orientierten Computermodells. Das bringt den Warburg-Fonds mit einem Zwölfmonats-Wertverlust per Ultimo Juni von 11,45 % auf Platz drei unter 98 Aktienfonds mit Schwerpunkt deutsche Standardwerte.

HB FRANKFURT/M. "Meiner Erfahrung nach erschweren Prognosen das Arbeiten, zudem sind die meisten im nachhinein ohnehin unzutreffend", sagt Weinrauter. Das Modell funktioniert folgendermaßen: Die Einzeltitelauswahl orientiert sich an der Zusammensetzung und Gewichtung des Dax. Der Investitionsgrad, das heißt der Anteil nicht abgesicherter Aktienanlagen im Fonds, wird durch einen systematischen Entscheidungsprozesses aktiv gesteuert. In stabilen Aktienphasen liegt er bei 100 %. Bei fallenden Aktienkursen hingegen werden die Investitionen über den Einsatz von Futures-Kontrakten schrittweise abgesichert. Aktuell beträgt der Investitionsgrad rund 50 %.

Henning Gebhardt, verantwortlich für den DWS Deutsche Aktien Typ O von der Deutschen Bank Tochter DWS, kann mit einem Verlust von 22,91 % Platz zehn für sich beanspruchen. "Das Marktumfeld ist derzeit nicht zuletzt wegen der Vorkommnisse bei Enron und Worldcom sehr schwierig", sagt Gebhardt. Er rechnet aber bei deutschen Standardwerten nicht mit ähnlichen Bilanzskandalen wie bei einigen US-Unternehmen. Dennoch sei das Vertrauen in die Aktienmärkte gestört. "Wir brauchen jetzt positive Unternehmenszahlen und-Ausblicke der Unternehmen", resümiert Gebhardt. Er sei diesbezüglich optimistisch.

In der derzeitigen Verunsicherung an den Märkten ist die Einzeltitelauswahl seiner Meinung nach besonders wichtig. Gut gefallen ihm beispielsweise BMW mit 7 % Fondsquote. "BMW ist weiterhin auf Wachstumskurs und hat einen erfreulichen Ausblick gegeben", begründet Gebhardt seine Wahl. Übergewichtet sei der Fonds derzeit im Bereich Konsumgüter und Gesundheitsfürsorge mit 26 % bzw. 7 %. Abgebaut hat Gebhardt nach eigenen Angaben die Technologiewerte, die jetzt noch mit 13 % im Portfolio zu finden sind.

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