Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für deutsche Standardwerte
Strategen erwarten Dax-Sprung nach Lösung der Irak-Krise

"Wir sind seit einigen Monaten der Meinung, dass deutsche Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren historisch gesehen deutlich zu niedrig bewertet sind", sagt Aktienexperte Markus Zipperer von Credit Suisse Asset Management. Bei einer Lösung des Irak-Konflikts kann er sich an der deutschen Börse zumindest eine kurzfristige Rally vorstellen, in deren Verlauf der Dax um 20 bis 30 % klettern sollte.

HB/vwd FRANKFURT/M. Erst dann wäre Zipperer als Fondsberater des EntriumFonds TradeView Deutschland bereit, die aktuell 11,5-prozentige Kassenquote nach und nach zu investieren.

Mit einer erhöhten Barreserve von durchschnittlich über 10 % landete der Fonds der zur Entrium Direct Bankers AG gehörenden Fondsgesellschaft Entrium Investment Management in den zwölf Monaten bis Ultimo Februar einen Wertverlust von 42,35 %. In der Gruppe der 95 Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland reicht dieses Ergebnis für Platz sechs.

Zu den größten Einzelpositionen gehört Daimler-Chrysler mit einem Portfolio-Anteil von 3 %. Denn hier ist seines Erachtens der Kursverfall zu weit gegangen, so dass er die Aktie mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von sieben nun als sehr attraktiv bewertet einstuft. Gut gefalle ihm auf niedrigem Kursniveau auch das Papier des Versicherers Münchener Rück. Mit 34 % der Mittel sei der Fonds in MDax-Werten investiert. Zu seinen Favoriten zähle der Automobilzulieferer Leoni.

Auch Thomas Pethofer rechnet vor einer Beilegung des Irak-Konflikts mit keiner nachhaltigen Kurserholung an der deutschen Börse. "Bei einer Lösung sollte der Dax schnell Potenzial bis 3 000 Punkte haben", blickt der Fondsmanager der zum Versicherungskonzern Gerling gehörenden Fondsgesellschaft Gerling-Investment nach vorne.

Mit Beimischungen europäischer Aktien kam Pethofer mit dem Gerling Aktiv auf einen Verlust von 43,03 %. Das reicht für den achten Platz. "Wir investieren immer überwiegend in deutsche Aktien", sagt der Experte. Auf Titel aus dem europäischen Ausland setze er auch wenn diese eine bessere Entwicklung versprächen als heimische Werte.

Chancen sieht der Kölner Aktienspezialist wegen des Trends zum Schuldenabbau in der Telekombranche. Deutsche Telekom stellt mit einer Gewichtung von knapp 6 % das Portfolio-Schwergewicht dar. Interessant seien auch die Versorger wie Eon und Pharmatitel wie Fresenius Medical Care.

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