Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für europäische Standardwerte
Fondsmanager stehen auf Fish und Chips

Auf der Suche nach unterbewerteten Aktien favorisieren die Manager von Aktienfonds für europäische Standardwerte unterschiedliche Sektoren. Bankenwerte stehen auf der Liste von Andrew Spencer und Chris Complin ganz oben.

HB/vwd FRANKFURT/M. Die Fondsmanager des JP MF Europe Strategic Value Fund der Fondsgesellschaft JP Morgan Fleming erzielten per Ende Juli einen Zwölfmonats-Wertverlust von 6,98 %, das von ihnen verwaltete Produkt rangiert damit in der Tabelle der Aktienfonds für europäische Standardwerte auf dem vierten Platz.

"Unser Investmentprozess zielt auf Aktien ab, die unterbewertet sind", sagen die Fondsmanager. Der Fonds enthalte rund 270 Titel. Bei der Zusammensetzung des Fonds geben Spencer und Complin zunächst allen Aktien die gleiche Gewichtung. "Die derzeit größten Einzelpositionen ergeben sich dann daraus, dass sie einerseits günstig bewertet sind und andererseits einen großen Anteil am Vergleichsindex haben", sagen sie. Aktuell stellen die Royal Bank of Scotland Group mit einem Anteil am Fondsvolumen von 2,4 %, das französische Bankhaus BNP Paribas mit 2,3 %, der italienische Öl- und Erdgaskonzern ENI mit 2,2 %, die Crédit Suisse Group mit 2,2 % und die Deutsche Bank mit 2,2 % die größten Einzelpositionen. Gegenüber dem Vergleichsindex FTSE World Europe weiche die Gewichtung des Fonds unter regionalen Gesichtspunkten um maximal 0,25 % ab.

Die wichtigsten Veränderungen des Portfolios werden nach Angaben der Fondsmanager quartalsweise vorgenommen: "Wenn sich während eines Quartals die Aktien in den einzelnen Länder sehr unterschiedlich entwickeln, ändert sich die Ländergewichtung danach entsprechend. Es gibt also keine vorausgenommene Ländergewichtung, um die Erträge zu maximieren." Gegenwärtig entfallen auf britische Papiere 36,3 % des Fondsvolumens, französische Titel sind mit 13,3 % vertreten, gefolgt von deutschen mit 11,1 %.

Auf den Substanzwert der Unternehmen im Portfolio achtet Fondsmanagerin Sharon Fay. Der von ihr verwaltete ACM Bernstein Value Investments - European Value Portfolio A der Fondsgesellschaft Alliance Capital Management liegt in der Tabelle mit einem Zwölfmonats-Wertverlust von 9,36 % auf dem siebten Platz. Größter Einzelwert ist derzeit ENI mit einem Fondsanteil von 3,6 %. "Das Unternehmen hat eine starke Position im italienischen Gasmarkt und einen hohen Cash-flow", sagt Fondsmanagerin Fay.

An zweiter Stelle rangiert mit einem Anteil von 3,5 % der britische Pharmakonzern Glaxo-Smithkline. "Das Unternehmen hat trotz seiner starken Marktstellung zuletzt ein günstiges Kursniveau gehabt", sagt Fay. Drittgrößter Einzelwert ist mit 2,7 % der Tabakkonzern British American Tobacco. "Die Gefahr von Rechtsstreitigkeiten wurde überbewertet", erklärt die Fondsmanagerin, "und uns gefällt die strategische Positionierung des Unternehmens auf Wachstumsmärkten wie zum Beispiel Indien."

Ebenfalls 2,7 % entfallen auf den italienischen Käse- und Molkereiproduktehersteller Parmalat: "Nachdem die Aktie wegen des Engagements in Lateinamerika unter Druck geraten war, hat sie nun ein hohes Wertsteigerungspotenzial", sagt Fay. Parmalat sei Marktführer für Molkereiprodukte in Italien und Kanada und entwickele neue Produkte mit höheren Gewinnspannen. Fünftgrößter Einzelwert im Portfolio des ACM-Fonds ist der Ölkonzern Total-Fina-Elf: "Das Unternehmen wird voraussichtlich in den kommenden fünf Jahren das stärkste Produktions-Wachstum seiner Branche haben", sagt die Fondsmanagerin.

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