Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für europäische Standardwerte
LCF Rothschild setzt auf Versorger-Aktien

Die Manager der Aktienfonds für europäische Standardwerte sehen sich für alle Fälle gerüstet. Leonhard Cohen hat die Hälfte des Vermögens des LCF Rothschild Fund Europe Value & Yield in konjunktursensible Aktien angelegt, die andere Hälfte in defensive Werte.

HB/vwd FRANKFURT/M. "Falls die Konjunktur anspringt und die Börse besser läuft, dann laufen Zykliker als erste mit. Falls die Belebung ausbleibt, sind wir mit 50 % in defensiven Werten auch gut positioniert", sagt der Experte. Mit einem Wertverlut von 26,59 % innerhalb von zwölf Monaten per Ende Februar belegt das Produkt der französischen Fondsgesellschaft LCF Rothschild Fund in der Tabelle der 291 ausgewerteten Europa-Fonds den vierten Platz.

Cohens größter Einzeltitel ist der Energiekonzern Eon mit gut 7 %. Der Rothschild-Stratege verweist auf die Netto-Dividendenrendite von 4,3 %. Ebenfalls rund 7 % hat Cohen in den spanischen Versorger Endesa investiert. Wegen seines großen Engagements in Lateinamerika hat die Börse den Konzern abgestraft, und Cohen nutzte die Gelegenheit zum Kauf: "Wir sind der Meinung, dass Endesa ihre Probleme in Lateinamerika in den Griff bekommt", sagt der Fondsmanager. Auch bei Adidas-Salomon ist der Fonds mit rund 5 % gut investiert. Bei dem defensiven Konsumwert sei das Wachstum sicher gestellt.

Tim Stevenson sucht nach eigenen Angaben für den Henderson Horizon - Pan European Equity Fund stets nach Wachstumswerten, die als langfristige Investition in Frage kommen. Das Produkt des Vermögensverwalters Henderson Global Investors rangiert mit einem Zwölfmonats-Wertverlust von 28,85 % auf dem neunten Platz. Eine aktive Länder- oder Branchengewichtung spielt laut Stevenson keine Rolle, er setzt ganz auf die Auswahl der Einzelwerte. Größte Position im Fonds ist derzeit mit einem Anteil von 3,8 % die dänische D/S Svendborg, die Muttergesellschaft der Schifffahrtsgruppe Maersk. "Das ist ein sehr interessantes Unternehmen, das wir für stark unterbewertet halten. Der Börsenwert beträgt gegenwärtig nach unserer Schätzung gerade einmal 60 % des Substanzwertes", sagt Stevenson. An zweiter Stelle mit einem Fondsanteil von rund 3 % folgt die Fresenius-Aktie. "Wir sind überzeugt, dass die Probleme mit der Integration zugekaufter Aktivitäten nun vorbei sind und alles planmäßig läuft", sagt Stevenson. Außerdem sei Fresenius mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp zehn günstig bewertet und verfüge über eine gute Dividendenrendite.

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