Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für europäische Standardwerte
Vermögensverwalter folgt Bullen und Bären

Seit Mitte Oktober wurde der Investitionsgrad des Fonds von 20 auf 70 % nach oben geschraubt. Die Rede ist vom Trendconcept-Universal-Fonds-Aktien-Europa. Joachim Hegny berät das Fondsmanagement des von Universal Investment aufgelegten Produktes. Die starken Anpassungen der Liquiditätsquote seien ein Grund für die vergleichsweise gute Performance, erklärt der Geschäftsführer der Wiesbadener Vermögensverwaltung Trendconcept. Das Produkt liegt im Zwölfmonats-Rückblick per Ende Oktober mit-11,84 % auf Rang sieben unter 246 Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt europäische Standardwerte.

HB/vwd FRANKFURT/M. "Die Aktienmärkte befinden sich zurzeit in einer liquiditätsgetriebenen Aufwärtskorrektur innerhalb einer größeren Baisse", analysiert Hegny. Beim Fonds spielen die Meinung des Fondsmanagers und Prognosen allerdings keine Rolle. Das Anlagekonzept sei trendorientiert. Märkte bewegten sich meist in Trends, die häufig deutlicher ausgeprägt seien als zunächst erwartet. Diese Erfahrung hätten Börsianer in die Worte "Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen" gekleidet. Doch die Umsetzung dieser im Prinzip einfachen Regel erfordere ein hohes Maß an Disziplin und Standhaftigkeit. Wie Hegny erklärt, setzt er auf einen trendorientierten Managementansatz: "Wir identifizieren die vorherrschenden Trends an den Märkten und investieren nur bei positiver Trendrichtung." Bei negativen Trends werde der Investitionsgrad über Futures verringert.

Hegny zufolge orientiert sich der Fonds an der Zusammensetzung des Euro-Stoxx-50, dem Index für 50 Euro-Land-Standardwerte. Dessen Titel würden gemäß ihrer Indexgewichtung in das Portfolio gekauft. Der Investitionsgrad des Fonds ergebe sich schließlich auf Basis der Beurteilung jedes Einzelwertes mittels technischen Analyse. "Für jede Aktie gibt es das Votum Plus, Minus oder neutral", erklärt er. Diese Urteile würden anschließend aggregiert.

Für das Abschneiden des Fonds seien im Zwölfmonats-Zeitraum insbesondere das zweite und das dritte Quartal 2001 verantwortlich gewesen. Während an den Börsen die Kurse kräftig abrutschten, habe der Fonds mit durchschnittlichen Investitionsgraden in diesen Quartalen von 40 % und schließlich Null deutlichere Einbußen vermieden. "Die Trendanalyse hat im laufenden Jahr den Abwärtstrend richtig diagnostiziert und für eine rechtzeitige Absicherung gesorgt", sagt der Experte. In der noch andauernden Korrekturphase sei der Investitionsgrad seit Mitte Oktober auf die erwähnten 70 % erhöht worden.

Hausse könnte bis zum Jahresende andauern

Auch Europa-Aktien-Spezialist Daniel Brem sieht die Börsen derzeit unter anderem durch die von den Notenbanken zur Verfügung gestellte Liquidität beflügelt. Die Hausse könne noch bis zum Jahresende andauern. "Dann kommt es auf die reale Wirtschaft an", sagt der Fondsmanager von der zum schweizerischen Versicherungskonzern Rentenanstalt/Swiss Life gehörenden Gesellschaft Swiss Life Asset Management. Der von Brem gesteuerte Swiss Life Fund Proteus European Equity Fund liegt mit-45,79 % Wertverlust auf dem 242. Platz.

"Ich habe lange an den sehr kursbewegten Sektoren wie Informationstechnologie festgehalten", nennt er den Hauptgrund für das unterdurchschnittliche Abschneiden in diesem Jahr. Seit dem 21. September habe indessen die 16-prozentige Gewichtung von Standardwerten aus dem Technologiebereich wie dem finnischen Handy-Weltmarktführer Nokia, dem französischen Telekommunikations-Infrastrukturanbieter Alcatel oder dem britischen Halbleiter Arm Holdings-Produzenten für zahlreiche Performance-Punkte gesorgt.

Innerhalb des mit 25 % im Portfolio vertretenen Finanzsektors favorisiert der Swiss-Life-Fondsmanager nach eigenen Angaben Versicherungstitel. In die Kursschwäche hinein habe er bei Skandia aus Schweden zugekauft, die wegen ihrer Aktivitäten im Bereich Vermögens-Management kräftig von einer Erholung an den Aktienmärkten profitieren sollten. Im Bankensegment sei er hingegen wegen der immer noch schwer kalkulierbaren Kreditrisiken untergewichtet.

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