Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für japanische Nebenwerte
Fidelity hat viele Branchen im Depot

Positive Vorgaben aus den USA machen Investoren an den japanischen Aktienmärkten das Leben derzeit etwas leichter: Sind im Zwölf-Monatsvergleich zweistellige Wertverluste für Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Japan Small-/Mid Caps noch an der Tagesordnung, so drehen die Zahlen per Ende Februar allmählich ins Plus.

HB/vwd FRANKFURT/M. Der Spitzenreiter der Kategorie, der Emerging Japan Fund von Fidelity, muss nach einem mäßigen Verlust über die vergangenen zwölf Monate per Ende Februar von 12,17 % - für den Monat Februar immer noch mit einem Minus von - 2,73 % kämpfen.

Fondsmanager Tokuya Sano ist dennoch optimistisch. Der Input aus den USA sei gut für den japanischen Markt: "Die Anleger kehren zu Elektronik-Werten zurück, angespornt durch die Vorgaben vom amerikanischen Markt, durch die Schwäche des Yen und die Stabilisierung bei den Speicherchip-Preisen." Sano empfiehlt Privatanlegern jedoch, sich bewusst zu machen, dass die Volatilität des Fonds relativ hoch sei. Darüber hinaus sei mit Währungsrisiken zu rechnen.

Seiner Anlagestrategie will der Fidelity-Mann treu bleiben. Er halte an Unternehmen fest, die ihr Ertragswachstum gegen den derzeitigen wirtschaftlichen Abschwung verteidigen könnten. Daher repräsentiere das Portfolio einen Querschnitt durch viele Branchen: Produzenten von Autoteilen seien ebenso zu finden wie Einzelhändler, Pharmahersteller und Medizinausrüster.

Insbesondere Titel wie Nissin Kogyo (mit 4,2 % Anteil Spitzenwert im Fonds), HIS (2,8 %) oder Nihon Dempa (2,6 %) haben nach Einschätzung Sanos zum Aufwärtstrend in der Wertentwicklung des Depots beigetragen. "Die starke Entwicklung von Nissin Kogyo, ein mit Honda verbundener Produzent von Motorrädern und Autoteilen, spiegelte die Wertentwicklung von Honda wider", sagt der Fondsmanager. Die Reiseagentur HIS und Nihon Dempa, Hersteller von elektronischen Komponenten, seien ebenfalls im Wert gestiegen. Grund hierfür sei die Hoffnung auf bessere Erträge.

Eine enorme Trendwende konnte der JB Multistock Japan Stock Fund-Special B des Investmenthauses Julius Bär per Ende Februar verbuchen. Musste der Fonds über die vergangenen zwölf Monate noch einen Verlust von 29,76 % hinnehmen, wies das Portfolio über den Monat Februar ein Plus von 7,89 % aus und wurde somit Monatsbester in der Kategorie. Wegen der schlechten Jahresdaten reichte es trotzdem nur zu Rang 28 unter den Mitkonkurrenten.

Auch Julius Bär-Manager Ernst Glanzmann führt das gute Abschneiden des Informationstechnologie-lastigen Fonds hauptsächlich auf die verbesserten Wirtschaftsaussichten in den USA zurück. Inzwischen seien die Lager wieder geleert und die Auslastungsraten der Produktionsanlagen deutlich höher als noch vor einigen Monaten.

Gegenwärtig sei die Firma Taiyo Ink mit 9,4 % der größte Einzelwert im Fonds. Das Unternehmen stelle Schutzmittel für elektronische Schaltkreiskarten her und könne stetige Gewinnsteigerungen nachweisen. Weitere Toptitel im Fonds seien das Unternehmen Fujimi (8,5 % Depot-Anteil), das Poliermittel für Halbleiterscheiben anbiete, die Firma Arisawa (6,5 %), Hersteller von optischen Linsen, und der Roboter-Fabrikant Yushin Precision (4,4 %).

Entscheidend für eine Aufnahme ins Portfolio seien eine starke Bilanz, überdurchschnittliche Kapitalrenditen, gute Wachstumsperspektiven und ein vernünftiger Aktienpreis. "Vereinzelt werden auch Substanzwerte aufgenommen, die deutlich unter ihrem wahren Wert gehandelt werden. Diese Strategie bewirkt, dass der Fonds größtenteils in Branchen vertreten ist, in denen japanische Kleinfirmen klare Wettbewerbsvorteile und eine gute Preisfestsetzungskraft vorzuweisen haben", sagt Glanzmann. Er meide Firmen, die in einem rohstoffähnlichen Umfeld tätig seien, über geringe Marktanteile verfügten und wenig Preisfestsetzungskraft hätten. Langfristig könnten nach seiner Meinung solche Firmen nicht überleben.

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