Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für japanische Nebenwerte
Fonds setzen auf japanischen Binnenmarkt

Unter dem Kursrutsch am japanischen Markt leiden auch die Aktienkurse kleinerer und mittelgroßer Unternehmen. Fondsmanager richten ihren Blick auf Firmen, die auf dem Binnenmarkt operieren.

HB/vwd FRANKFURT/M. Kein Produkt in der Kategorie Aktienfonds für japanische Nebenwerte liegt im Plus - der UBS (Lux) Equity Fund - Small & Mid Cap Japan platzierte sich mit einem Minus von 9,79 % über die abgelaufenen zwölf Monate (per Ende August) im Mittelfeld der Konkurrenz.

Laut Hideo Ueki, Chef der Japan-Fondsmanager beim Schweizer Investmenthaus, konzentriert sich das Management auf Branchen, die auf den japanischen Binnenmarkt ausgerichtet sind. Dazu gehören der Chemie- und Pharmasektor mit rund 10 % Anteil am Fondsvermögen sowie Unternehmen, die im Bereich Warenhäuser und Gastgewerbe tätig sind. Der UBS-Mann begründet diese Strategie mit der Abhängigkeit der japanischen Wirtschaft von den Exportaktivitäten in den USA. Auch der amerikanische Markt bringe momentan viele Unsicherheiten mit sich. Insgesamt betrachtet seien allerdings die Aussichten für eine wirtschaftliche Erholung in Japan bescheiden, räumt Hideo Ueki ein. Das Management investiere überwiegend in Firmen, die einen gewissen Wettbewerbsvorsprung gegenüber ihren Konkurrenten haben. Dazu gehören für UBS der Internetdienstleister Yahoo Japan mit einem Depotanteil von rund 8 % und die Schnellimbisskette McDonald's Co Japan mit rund 4 %.

Ueki geht davon aus, dass gerade kleinere Firmen von dem Druck des schlechten wirtschaftlichen Umfelds weniger betroffen sind. Die großen Unternehmen seien diesem wesentlich stärker ausgesetzt. "Es ist wichtig, nach Marktführern in Marktnischen zu suchen, die dort ihre Gewinne machen", sagt der UBS-Mann.

Auch Merrill Lynch schaut ins Land

Ebenso wie die Schweizer konzentrieren sich die Merrill Lynch-Fondsmanager im Bereich japanische Nebenwerte auf den Binnenmarkt. Nach Ansicht des Managements war dies aber der Grund für die wenig erfreuliche Wertentwicklung: Der MLIIF Japan Opportunities Fund verlor über die vergangenen zwölf Monate hinweg 24,78 % und landete damit abgeschlagen auf Platz 30 der Anlagekategorie.

Insgesamt gesehen geht das Merrill Lynch Management bei der Auswahl weniger nach Branchen als nach selbst gesetzten Themen vor: Schwerpunkt im Fonds ist dabei mit einem Depotanteil von 37 % das "Nischenwachstum", gefolgt von "Neuen Gesundheitsdiensten" mit 26 % und "Neuen Medien- Dienstleistungen" mit 12 %. Positionen haben die Japan-Experten bei Firmen wie dem Versandunternehmen Nissen und Uniden, einem Marktführer für drahtlose Telefone, aufgebaut. Sie teilen die Einschätzung, dass die Konjunkturerholung in den USA fragil bleibt. Von Auslandsmärkten abhängige Sektoren beurteilen die Fondsmanager daher zurückhaltend.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%