Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für japanische Nebenwerte
Union Investment in Japan auf Schnäppchenjagd

Die Baisse in Japan macht den Aktienstrategen das Leben schwer. Zwei Experten aus den Häusern Deka und Union Investment minimieren immerhin erfolgreich die Verluste. Sie setzen auf günstig bewertete Firmen und Umstrukturierungssituationen. Im Fokus stehen Titel aus den Bereichen Handel, Technologie und Autos.

HB/vwd FRANKFURT/M. Annette Ackermann wittert Einstiegschancen bei manchen der kleinen japanischen Aktien. Die Deka-Fondsanalystin kann auf das Ergebnis des DekaLOC Japanese Small and Mid Caps Portfolio B verweisen. Der Fonds der Sparkassen-Investmenttochter verlor in den zwölf Monaten per Ende Oktober zwar 21,06 %. Damit liegt das Produkt aber immer noch auf dem vierten Platz unter 31 Aktienfonds für japanische Nebenwerte.

Nach Auskunft von Ackermann setzen die Strategen des Portfolios nicht nur auf günstige Bewertungen, sondern vor allem auf Restrukturierungen. Ein Beispiel sei der Chemiekonzern NOF, jetzt mit 2 % im Portfolio berücksichtigt. "Die Firma bietet Industrieöle, Schmierfette, Farben und Treibstoffe. Sie hat noch einiges an Restrukturierungspotenzial, was hoffen lässt", sagt die Deka-Analystin. Sie verteidigt darüber hinaus die Entscheidung des Managements, an den IT-Werten festzuhalten. Derzeit machten Technologie- und Software-Titel knapp ein Fünftel des Fondsvermögens aus. Die Bewertungen seien hier extrem gefallen, so dass sich die eine oder andere günstige Investition tätigen lasse.

Mit knapp einem weiteren Fünftel der Fondsgelder bilde der Einzelhandel ebenfalls einen Branchenschwerpunkt. In gewisser Weise zähle wohl auch der LKW-Hersteller Hino Motors zu diesen Titeln. Viele Frachtunternehmen müssten bald neue Lastwagen kaufen: "Schließlich wurden die Fahrzeuge aufgrund der Kosteneinsparungen in der letzten Zeit nicht ersetzt. Dazu kommen neue Abgas- und Umweltvorschriften, die viele Firmen zwingen werden, ihren alten Bestand durch neue Lastwagen zu ersetzen."

Die Fondsmanagerin des UniDynamicFonds: Japan, Hannah Cunliffe, kommt auf einen Verlust von 22,54 % und erreicht damit den zehnten Platz. Nach wie vor seien mehr als 13 % der Gelder in den Bereichen Pharma, Biotech und Chemie investiert, sagt die Fondsmanagerin der Investmentgesellschaft des genossenschhaftlichen Bankenverbundes Union Investment. Aber das liege vor allem am Pharmakonzern Takeda Chemical Industries, dessen Aktie mit über 5 % berücksichtigt sei. Die Firma locke mit ihrer globalen Ausrichtung und zuverlässig steigenden Unternehmensgewinnen.

Cunliffe setzt nach eigenen Angaben auch auf den japanischen Autosektor und hier trotz der Nebenwerte-Ausrichtung des Fonds teilweise auf große Namen wie Honda Motor. Toyota Motor sei mit fast 6 % Fondsquote stark berücksichtigt: "Das Unternehmen baut seine Marktanteile weltweit aus, ist in dem wichtigsten Markt für Automobile, USA, sehr profitabel und erreicht jetzt auch in Europa schwarze Zahlen." Von der Beimischungsmöglichkeit großer Werte mache sie eifrig Gebrauch. Unter den größten Einzelpositionen seien beispielsweise auch Canon, NTT DoCoMo oder Sony.

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