Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für japanische Standardwerte
Fondsmanager suchen in Japan verzweifelt solide Werte

Die Manager japanischer Aktienfonds gehen so stark wie möglich auf Nummer sicher. Dafür verantwortlich ist die nach wie vor gespannte Situation am japanischen Markt.

HB/vwd FRANKFURT/M. Yoko Tilley betreut den Fidelity Funds Fund-Japan aus dem amerikanischen Investmenthaus Fidelity und stellt bei der Auswahl der Titel die Wachstumsorientierung in den Hintergrund, eine solide Geschäftsgrundlage ist nun gefragt. Dennoch verlor der Fonds über die vergangenen zwölf Monate per Ende Oktober knapp 19 % an Wert. Da auch die Konkurrenz der in Japan investierenden Fonds in diesem Zeitraum durchgängig zweistellige Verluste einfuhr, reichte dem Fidelity Funds Fund-Japan dies zu einem fünften Platz in der Kategorie.

Zum Minus in der Wertentwicklung trug nach Einschätzung von Tilley hauptsächlich das Engagement bei halbleiternahen Herstellern der Bereiche Elektro und Präzisionsinstrumente bei. Dass es nicht noch schlimmer ausging, führt die Managerin auf ihre Zurückhaltung auch bei großen Namen zurück: So habe sich beispielsweise die untergewichtete Position des Fonds in Japans größtem Mobilfunkunternehmen NTT Docomo ausgezahlt. Gegenwärtig nimmt der Autohersteller Nissan Motor mit rund 4 % die größte Einzelposition im Fidelity Funds Fund-Japan ein. Tilley begründet dies mit der Umstrukturierung des Unternehmens, die dazu geführt habe, dass sich die Erträge von Nissan Motor schnell wieder erholt hätten. Auch an der Übergewichtung von Sumitomo Mitsui Banking mit rund 2,5 % des Fondsvermögens will die Managerin festhalten.

Auch der Manager des Invesco GT Japan Fund C, Ian Burden, will auf Nummer sicher gehen. Sein Fonds machte über die vergangenen zwölf Monate einen Verlust von mehr als 20 % und landete auf Rang zehn in der Kategorie Aktienfonds Japan. Genau wie seine Kollegin Tilley will sich der Invesco-Chief Investment Officer vom Wachstumsansatz seines Vorgängers lösen und die Gewichtung des Fonds in den von Schwankungen bestimmten Industriezweigen Finanzen und Telekommunikationsdienstleistern künftig weiter reduzieren. Dafür plant er, mehr im Bereich Industrie und Konsumwerte zu investieren - und zeigt sich von der Entwicklung in der Automobilbranche ebenfalls angetan: "Im Automobilsektor haben Unternehmensrestrukturierungen und gute US-Erträge die Umsätze der drei größten japanischen Autohersteller angekurbelt." Japans drei große Firmen Nissan, Honda und Toyota haben ihren Anteil am US-Automarkt weiter vergrößern können, die Verkäufe haben dort um 25 % zugelegt. Größte Einzelposition im Fonds ist aber mittlerweile mit rund 3,5 % des Vermögens der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo.

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