Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für japanische Standardwerte
Japan-Fonds: GAM-Fonds fühlt sich bei Finanztiteln gut aufgehoben

Am krisengeschüttelten japanischen Aktienmarkt zahlt sich eine defensive Anlagepolitik aus. Hohe Barquoten in den dort investierenden Fonds helfen bei der Verlustreduzierung.

27.9.2001 HB/vwd FRANKFURT/M. Aus diesem Grund liegt auch Michael S. Bunker mit dem GAM Star Tokyo Fund im Konkurrenzumfeld auf einem vorderen Platz. Das Portfolio mit den Rechnungswährungen Euro und Dollar kommt dank einer Zwölfmonats-Wertentwicklung von-32,31 % bzw. -31,15 % auf Rang zehn bzw. sechs unter 100 Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt japanische Standardwerte.

Schon im vergangenen Jahr schwenkte Bunker nach eigenen Angaben auf eine defensive Strategie um. Das habe sich unter anderem in einer Cashquote zwischen 13 und 19 % niedergeschlagen. Aktuell liege sie bei 14 %. "Mit der Anlage der Barmittel haben wir es jedoch nicht eilig", betont der Fondsmanager der zur schweizerischen UBS gehörigen GAM. Ausgezahlt habe sich auch die Übergewichtung defensiver Pharmatitel wie Eisai oder Fujisawa.

Momentan prominent im Portfolio vertreten seien Finanzdienstleister, die ihre Marktanteile auf Kosten der angeschlagenen japanischen Banken ausbauten, informiert Bunker. Angesichts der geringen Verbreitung von Kreditkarten in Japan sieht er bei einer der größten Kreditkartenfirmen des Landes, Credit Saison, Kurspotenzial. Bereits seit mehreren Jahren habe er die größte japanische Leasing-Gesellschaft Orix im Portfolio - mit einer Fondsquote von fast 4 % gleichzeitig die größte Position.

Mit einem Wertverlust von 45,18 % landet der CDC Japanese Equities auf dem vorletzten Platz. Den Hauptgrund für das schlechte Abschneiden dieses Produktes der französischen CDC Ixis Asset Management sieht Fondsmanager Fumiyasu Sato in seiner Ausrichtung auf Wachstumsaktien, die besonders gelitten hätten.

"Wir mögen den Elektronikbereich", sagt Sato. Zurzeit sei er mit 26 % des Vermögens in Aktien aus diesem Sektor engagiert. Gut gefalle ihm der Unterhaltungselektronikkonzern Sony, der ein hohes Potenzial bei der Entwicklung neuer Produkte im Computerbereich habe. Attraktiv findet er auch den Hersteller von Elektronikkomponenten Murata Manufacturing. Im Telekombereich baut Sato nach eigenen Angaben vor allem auf den Mobilfunkriesen NTT Docomo, den er für günstiger bewertet hält als nordamerikanische und europäische Wettbewerber. Mit über 5 % Fondsquote sei NTT Docomo gleichzeitig die schwerste Position des Fonds.

Mit Blick nach vorn ist Sato für die Tokioter Börse recht optimistisch. Seines Erachtens ist die schlechte Gewinnsituation der japanischen Unternehmen bereits in den aktuellen Kursen enthalten.

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