Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für Technologiewerte
Fondsmanager kaufen Aktien von Nokia und IBM

Aus technischer Sicht bestehe auch auf dem derzeit niedrigen Kursniveau keine Veranlassung zum massiven Einstieg bei Technologieaktien. Das glaubt Joachim Hegny von der TrendConcept Vermögensverwaltung GmbH. Hegny berät die unabhängige Investmentgesellschaft Master Investment beim Management des MC Cosmo Fund B, der auf Basis computergestützter technischer Trendanalysen betreut wird. Das Produkt kommt in den vergangenen zwölf Monaten per Ende Mai mit einem Wertverlust von 27,26 % auf den achten Rang unter 93 Aktienfonds mit Schwerpunkt Technologiewerte.

HB/vwd FRANKFURT/M. Die wichtigste strategische Entscheidung für den MC Cosmo ist Hegny zufolge die Festlegung des Investitionsgrades. Dieser sei bei positiven Trends, die mit steigenden Kursen einhergehen sollten, hoch, bei negativen Trends entsprechend niedrig. Aktuell liege der Investitionsgrad bei 75 %. Er sei vor einigen Tagen etwas ausgebaut worden, weil die stark überverkaufte Marktsituation aus technischer Sicht Käufe initiiert habe. Die Quote sei jedoch noch immer vergleichsweise niedrig, was zeige, dass aus technischer Sicht im Moment keine Veranlassung für großen Optimismus bei Technologieaktien bestehe.

Die Titelauswahl orientiere sich an zwei Indizes: dem Nasdaq 100 sowie dem Dow Jones Titans Technologie, der sich aus den weltweit größten Technologiewerten zusammensetze. Im Portfolio fänden sich deshalb regelmäßig neben kleineren und mittleren Werten die großen, bekannten Technologietitel wie Microsoft, Intel, Cisco oder IBM. Titel würden etwa dann ins Depot genommen, wenn sie stark überverkauft seien. Aus diesem Grund habe es kürzlich Zukäufe bei Nokia, Vodafone und IBM gegeben.

Auf Rang 91 steht der G&P - Tech von der unabhängigen Vermögensverwaltungsgesellschaft Gebser & Partner mit einem hohen Verlust von 55,87 %. Als Grund dafür nennt der verantwortliche Fondsmanager Günter Dielmann unter anderem die relativ hohe Gewichtung von Neue-Markt-Werten. Die regelmäßig prominente Gewichtung von Aktien des Frankfurter Neuen Marktes resultiere aus der generellen Ausrichtung des Fonds, die vorsehe, die Anlagemittel jeweils in etwa gleichen Teilen auf Neue- Markt-Titel, auf europäische Technologiewerte und auf US-amerikanische Aktien dieses Sektors zu verteilen.

Allerdings sei der Neue-Markt-Anteil zuletzt leicht gesenkt worden. Momentan liege er bei rund 25 %. "Viele der überlebenden Unternehmen dieses Marktsegments würden in zwölf Monaten deutlich höher notieren als heute", gibt sich Dielmann zuversichtlich. Besonders gute Chancen sehe er momentan beim Logistikunternehmen Thiel Logistics, das er mit rund 5 % gewichtet habe. Weitere im Fonds enthaltene Neue-Markt-Titel seien etwa Data Design, CE Consumer Electronic, Dialog Semiconductor, Fabasoft.

Regional mit knapp 40 % am stärksten engagiert sei er in USA. Auf Branchenebene liege der Schwerpunkt mit einer Quote im Bereich von fast 38 % bei Halbleiterunternehmen. "Unternehmen wie Samsung, Infineon oder St Microelectronics, in die ich hier investiere, dürften am schnellsten wieder aus der Krise kommen", argumentiert Dielmann.

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