Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für Technologiewerte
Taiwan Semiconductor ist Liebling der Manager

Derzeit wird im Technologiesektor Trübsal geblasen. Dagegen sieht Fondsmanager Yeehsiang Low in diesem Bereich in Asien bereits wieder zahlreiche Investitions-Gelegenheiten.

HB/vwd FRANKFURT/M. Durch den gewaltigen Ausverkauf in den vergangenen Monaten sind viele Aktien asiatischer Technologiefirmen unter Bewertungsgesichtspunkten sehr attraktiv geworden und deutlich günstiger als Papiere von Wettbewerbern aus anderen Regionen, analysiert der Fondsmanager der Commerzbank-Asset-Manangement Asia Ltd. Low managt von Singapur aus den Branchenfonds CB Fund asia@tecP. Mit einem Zwölfmonatsverlust von minus 22,77 % liegt der Fonds in der aktuellen Hitliste der 96 Technologie-Branchenfonds auf Platz sieben.

Zur relativ guten Performance haben laut Low insbesondere im ersten Quartal die Engagements in Speicher-Chips-Hersteller wie Winbond aus Taiwan und Samsung Electronics aus Südkorea beigetragen, bei denen er nach deutlichen Kurssteigerungen im zweiten Quartal teilweise Gewinne mitgenommen hat. In Unsicherheitsphasen baue er zudem auch auf eine erhöhte Kassenquote. So hat Low während des Abwärtstrends in diesem Jahr die Barposition zwischenzeitlich bis auf 9 % hochgefahren und auf diese Weise die Wertminderungen zumindest abgefedert.

Günstige Perspektiven haben Low zufolge derzeit Hersteller von Computer-Peripheriegeräten. Vom global zu beobachtenden Outsourcing-Trend sollten nach seiner Einschätzung die taiwanesischen Notebook-Produzenten Compal und Quanta Computers profitieren. Zu Lows Branchenfavoriten gehört auch der Halbleitersektor, wobei er hier insbesondere so genannte Chip-Foundries mag, die im Auftrag anderer Chip-Produzenten fertigen. Dies spiegelt sich auch in den Top-Ten-Positionen des CB Fund Asia@tec P wider: Hier finden sich gleich zwei solcher Chiphersteller mit Taiwan Semiconductor Manufacturing Company und United Microelectronics.

Mit dem Investitionsschwerpunkt US-Titel konnte sich der ABN Amro Global Technology Fund dagegen nicht dem dramatischen Kursverfall an der US-Technologiebörse Nasdaq entziehen. Ein Zwölfmonats-Wertverlust von 56,50 % bedeutet für das Produkt der niederländischen Fondsgesellschaft ABN Amro Asset Management in der Liste nur Platz 92.

"Wir hatten für die zweite Hälfte dieses Jahres eine Konjunkturerholung erwartet und daher zu Jahresbeginn eine etwas zu aggressive Strategie verfolgt", erklärt Fondsmanager Theo Maas die Underperformance seines Fonds. Damals habe er zu stark auf Werte wie den Server-Produzenten Sun Microsystems oder den Speicherspezialisten EMC gesetzt, die erheblich vom allgemeinen IT-Investitionsumfeld abhängen. Da sich seines Erachtens die Ausgaben für Informationstechnologie bei vielen Unternehmen auf das kommende Jahr verschieben dürften, habe er dann im Laufe des ersten Quartals defensivere Technologiewerte übergewichtet. Zu diesen zählt die Software-Schmiede Microsoft, die auch aktuell mit einer Quote von 9,2 % das Portfolio-Schwergewicht darstellt.

Gute Chancen bieten sich nach Ansicht von Maas momentan bei Aktien aus dem zuletzt arg unter die Räder gekommenen Halbleiterbereich. "Wenn man den positiven fundamentalen Ausblick berücksichtigt, waren die Kursverluste deutlich überzogen", sagt er. Auch er favorisiert in diesem Segment Taiwan Semiconductor, da der Chip-Hersteller zurzeit auf dem Bewertungsniveau vom vergangenen September gehandelt werde, obwohl die Auftragsbücher des Unternehmens nun erheblich besser gefüllt seien.

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