Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für US-Nebenwerte
Fondsmanager setzen auf US-Autohändler

Auch die Nebenwerte in den USA wurden von den turbulenten Bewegungen an den Wertpapierbörsen geschwächt. Dennoch gehen einige Fondsmanager davon aus, dass die Titel aus der zweiten Reihe trotz der kurzfristig hohen Volatilität langfristig eine gute Performance erzielen werden.

HB/vwd FRANKFURT/M. Die Berg- und Talfahrt an den Börsen hat auch in den vergangenen Wochen wieder die Gemüter der Investoren erhitzt. Gordon Grender, Fondsmanager des GAM Star America, sieht die turbulenten Marktbewegungen, die auch die amerikanischen Nebenwerte in Mitleidenschaft gezogen haben, in der allgemeinen Konjunkturentwicklung, den Bilanzskandalen und der unsicheren Irak-Situation begründet. Durch eine hohe Cash-Position, die derzeit mit einem Depotanteil von über 77 % ausgewiesen ist, habe Grender die Jahresentwicklung des GAM Star America Fund EUR Class per Ende August auf ein Minus von 9,75 % begrenzen können. Mit diesem Ergebnis konnte er den Fonds der irischen Investmentgesellschaft Global Asset Management (GAM) auf dem vierten Platz der Tabelle positionieren.

Grundsätzlich verfolge er eine "Kaufen-und-Halten"-Strategie, bei der er Unternehmen unter langfristigen Gesichtspunkten für das GAM-Portfolio selektiere. Obwohl Grender seinen Investmentansatz sehr stark an einer sorgfältigen Unternehmensanalyse ausrichte und somit einen Bottom-Up-Prinzip verfolge, beobachte er ebenso aufmerksam attraktiv erscheinende Branchen. In diesem Zusammenhang bevorzuge er die Sektoren, deren Industriemerkmale es einzelnen Unternehmen erlaubten, auch ohne reguläre Refinanzierungen profitabel zu wachsen. Einen solchen Wert meint der Manager in dem Autohändler United Auto Group gefunden zu haben. Mit einem Gewicht von 4,4 % stehe er an der Spitze seiner Favoriten. Grender ist überzeugt, dass das Unternehmen nach mehreren Akquisitionen über zukünftiges Erfolgspotenzial verfüge und außerdem durch einen fortschreitenden Konsolidierungsprozess in der amerikanischen Automobil-Handelsbranche profitieren könne.

Mit einem Jahresminus von 15,28 % per Ende August steht der Von Ernst Global Portfolio-US Smaller Companies Equity A von der Schweizer Bank von Ernst auf dem neunten Platz der Tabelle. Charly Suter, Leiter Fonds-Marketing in Deutschland, kommentiert die Marktentwicklung: "Sicherlich waren die Wochen vor dem 11. September nicht ganz einfach, und die Nebenwerte wurden auch in den USA von der Risikoaversion der Investoren belastet. Wir glauben jedoch, dass sich diese Situation nur kurzfristig auf den US-Small-Cap Markt auswirken wird." Auch das Bank von Ernst-Managementteam verfolge die so genannte "Kaufen-und-Halten"-Strategie, die auf einer detaillierten Aktienanalyse basiere. Als interessante Werte für das Depot bezeichnet Suter kleine und mittelgroße Unternehmen, die über außerordentliches Wachstumspotenzial verfügten. Als Beispiel nennt der Manager das Unternehmen North Fork Bancorp, in das derzeit fast 4 % des Fondsvolumens investiert seien. Die überdurchschnittliche Entwicklung dieses Wertes habe dazu beitragen können, dass sich das Bank von Ernst-Depot auch in den schwierigen Zeiten relativ stabil habe halten können.

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