Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds mit amerikanischen Nebenwerten: Gute Chancen für Informations- und Telekomtitel

Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds mit amerikanischen Nebenwerten
Gute Chancen für Informations- und Telekomtitel

Bei den Aktien kleinerer US-Unternehmen setzen die Anlagestrategen jetzt immer häufiger auf Informations- und Telekomtitel.

HB/vwd FRANKFURT/M. Das gilt beispielsweise für den Wanger U.S. Smaller Companies Fund aus dem amerikanischen Hause Wanger Investment Company. Das Produkt liegt mit einem Zwölfmonats-Wertverlust von 28,53 % per Ende Februar auf dem siebten Platz unter 70 Aktienfonds für nordamerikanische Nebenwerte.

Fondsmanager Robert Mohn sucht nach eigenen Angaben auf Basis von computergesteuerten Bewertungsmodellen nach Titeln, die ein Entwicklungspotenzial von jährlich 15 % Wachstum des Geschäftswertes versprächen. Solche Aktien halte er auch langfristig, wie beispielsweise ITT Education Services mit einem Fondsanteil von fast 4 %. Das Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Informationstechnologie profitiere von der ständigen Weiterentwicklung der Hard- und Software, über die es Anwender in Kursen unterrichte. Ein weiterer Favorit aus dem Informationssektor sei das Unternehmen Western Wireless mit ähnlich hoher Fondsquote. Der Nischenanbieter im Bereich schnurloser Telefondienstleistungen habe sich durch eine große Nachfrage in einem Umfeld mit wenigen Mitbewerbern eine starke Marktposition verschaffen können. Aus dem Gesundheitssektor halte er First Health Group. Insgesamt bewertet Mohn das Marktszenario für amerikanische Nebenwerte optimistisch.

Mit einem Minus von 29,36 % steht der Nordea 1 North American Value Fund an achter Stelle. Der Investmentansatz, den Fondsmanager Gregg Powers verfolgt, konzentriert sich sich nach dessen Angaben auf die Auswahl von Unternehmen, die mindestens 50 % unter Wert gehandelt würden.

Powers gibt sich ebenfalls optimistisch: "Zum ersten Mal seit Jahren lassen die Angaben der in unserem Portfolio enthaltenen Unternehmen Hoffnung auf eine Verbesserung der Geschäftsbedingungen aufkeimen. Trotzdem bleibt die verbreitete Angst, dass der Irak-Krieg eine Rezession verursachen könnte. Wir sehen jedoch keine Anhaltspunkte für ein drohendes makroökonomisches Desaster."

Besondere Chancen räume er derzeit Unternehmen der amerikanischen Telekombranche ein, die sich im Konsolidierungsprozess durch eine gesunde Kapitalisierung und klare Geschäftsstrategien vom breiten Umfeld absetzten. Als Beispiel nennt Powers den Mobilfunkanbieter Alltel Corp., in den fast 5 % des Fondsvermögens investiert seien.

Obwohl die Marktunsicherheit besonders die Werte der Finanzbranche belastet hätten, sei er von einem überdurchschnittlichen Entwicklungspotenzial einzelner Unternehmen überzeugt, sobald der Irak-Krieg vorbei sei. Vor diesem Hintergrund halte er beispielsweise Countrywide Financial Corp. und berücksichtige die Aktie mit einem Fondsgewicht von fast 3 %. Ein anderer Favorit mit ähnlicher Gewichtung sei das Kommunikationsunternehmen Knight Ridder, das die Auswahlkriterien mit einer günstigen Bewertung und der soliden Managementbasis ebenfalls erfüllt habe.

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