Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Informationstechnologie
ABN Amro findet Gefallen an Microsoft und Compaq

Theo Maas von der niederländischen ABN Amro blickt skeptisch in die nahe Börsenzukunft: "Die panikartigen Verkäufe dürften noch einige Wochen anhalten." Einen Grund zum beherzten Zugreifen bei den arg gebeutelten Technologiewerten sieht der Fondsmanager daher noch nicht. Der von Maas betreute ABN Amro Global Information Society Equity rangiert mit einem Zwölf-Monats-Wertverlust per Ende Februar von "nur" 54,70 % auf dem zehnten Platz unter 25 Aktienfonds für Titel aus dem Bereich Informationstechnologie.

vwd/HB FRANKFURT/M. Zum Jahresende hin erwartet Maas allerdings höhere Kurse als heute. Da das vierte Quartal 2000 bereits schlechte Unternehmensergebnisse beschert habe, liege für das laufende Jahr die Latte sehr niedrig, argumentiert er. Zudem dürfte der Markt nach der sich ausbreitenden Panik bereinigt sein.

Richtig gefahren sei er mit der frühen Gewichtsverschiebung hin zu den "sicheren" Softwareanbietern und PC-Herstellern, die er zur Zeit mit jeweils rund 18 % im Fonds berücksichtige. Diese Bereiche seien im Vergleich zu Telekomanbietern (mit einer Fondsquote von 12 %), Internetdienstleistern ( 8 %), Chipherstellern (16 %) und Netzwerkausrüstern (13 %) glimpflich davongekommen.

Gleichzeitig habe er europäische Positionen zugunsten von US-Aktien abgebaut. "Europa ist bei Technologieaktien im Vergleich mit den USA immer noch überbewertet", warnt er. Inzwischen lägen 75 % des Fondsvermögens bei US-Werten, 17 % in Europa und der Rest abzüglich der stets niedrigen Barreserve in Japan.

Microsoft und Compaq haben sich Maas zufolge durch kursbedingte Gewichtsverschiebungen und Zukäufe mit Anteilen von jeweils über 4 % auf die beiden ersten Plätze des Fonds hochgearbeitet. Weitere Schwergewichte seien EMC und AOL Time Warner mit jeweils mindestens 3 %. Aber auch High-Tech-Werte aus dem Bereich Netzwerkausrüstung, Internet und Halbleiter würden sich unter den größten Positionen finden. Dazu gehörten Cisco, Vodafone und Veritas. Denn Maas bleibt von den langfristigen Wachstumsaussichten dieser Branchen überzeugt.

Halbleiterproduzenten auf der Kaufliste

Bei den Halbleiterproduzenten sei der Boden bereits gefunden, glaubt Maas. Starkes Erholungspotenzial sieht er beim britischen Chipdesigner Arm. Nicht nur die weltweit hervorragende Marktstellung der Firma hat es ihm angetan. Besonders gut findet er, dass Arm die Chips lediglich konzipiert, sie aber von anderen Produzenten herstellen lässt. So entfielen kostspielige Investitionen, während gleichzeitig der Ertrag über Lizenzen gesichert sei.

Mit einem Verlust von 50,57 % hat es der erst vor einem Jahr von der französischen Société Générale aufgelegte Sogelux Fund Equities-Asian @-business auf den fünften Platz in der Performance-Hitliste gebracht. Auf das jugendliche Alter des ausschließlich in Asien investierenden Fonds führt Fondsmanager Lim Fang Suan auch das vergleichsweise gute Abschneiden des Fonds zurück: "Wir lancierten den Fonds am Kurshöhepunkt des Marktes und waren da bereits vorsichtig gestimmt." Entsprechend niedrig habe er die Quote von Internet-Firmen gehalten und dem Portfolio mehr "sichere" Standardaktien der Technologie, bevorzugt Hardware-Hersteller, beigemischt.

Zudem definiere der Fonds den Begriff des Internets weit. So seien rund 35% des Fondsvermögens bei Telekom-Betreibern investiert. Rund 30 % lägen bei Industrie und Handel, 4 % bei Medien, Suchmaschinen und Portalen. Auf Softwareanbieter entfielen dagegen rund 8% des Fondsvermögens und auf andere Dienstleister wie Netzwerkbetreiber rund 23 %. Unter den zehn größten Einzelpositionen des Fonds fänden sich daher auch bekannte Namen wie China Mobile mit fast 7 % Fondsquote, Hutchison Whampoa mit 4 %, Samsung, Citic Pacific und News Corp. mit jeweils knapp 3 %.

Für besonders viel versprechend hält Lim den größten koreanischen Internet-Auktionator Internet Auction. An das weitere Wachstum dieses Wertes glaube er gerade wegen des wirtschaftlichen Abschwunges. Denn dann wendeten sich kostenbewusste Kunden vermehrt Auktionen zu. Positiv wertet er zudem den Einstieg des US-Auktionators Ebay, der einen Anteil von 50 % der Aktien übernommen habe.

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