Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Lateinamerika
Lateinamerikafonds haben guten Draht zu Telmex

Eigentlich könnte Fondsmanager Timothy Kenney mit dem Zwölfmonats- Wertgewinn des Sogelux Fund Equities-Latin America zufrieden sein. Rangiert doch das Produkt der französischen Société Générale Ende Juni mit +15,46% an der Spitze der 37 Portfolios mit Ausrichtung auf Lateinamerika-Aktien.

3.8.2001 HB FRANKFURT/M. Eigentlich könnte Fondsmanager Timothy Kenney mit dem Zwölfmonats- Wertgewinn des Sogelux Fund Equities-Latin America zufrieden sein. Rangiert doch das Produkt der französischen Société Générale Ende Juni mit +15,46% an der Spitze der 37 Portfolios mit Ausrichtung auf Lateinamerika-Aktien.

Allerdings traf die Reaktion der Anleger auf die Krise in Argentinien den mit 19 Millionen Euro sowieso schon kleinen Fonds schwer. "Die Nettomittelabflüsse haben mich rund die Hälfte des verwalteten Vermögens gekostet", gesteht Kenney. Dabei seien Krisen in Argentinien nicht wirklich neu, und die Auswirkung auf die tatsächlich wichtigen Ökonomien der Region kaum gravierend.

Der Fonds sei in Mexiko und in Chile übergewichtet, in Brasilien und Argentinien untergewichtet. "Allerdings profitieren derzeit die brasilianischen und argentinischen Exporteure von den Zweifeln am Peso", sagt Kenney und sieht bei diesen Firmen nach wie vor lukrative Anlagemöglichkeiten. Als Beispiel nennt er das argentinische Energiekonglomerat Perez Companc.

Als Grund für die Übergewichtung der Finanzwerte im Portfolio nennt der Fondsmanager, die "extreme Solidität" des brasilianischen und mexikanischen Bankensektors. Zweitstärkstes Investment mit über 6% Fondsquote sei die Grupo Financiero Inbursa, die Finanzholding des in Lateinamerika mittlerweile legendären Chefs der mexikanischen Festnetzgesellschaft Teléfonos de México (Telmex), Carlos Slim. Kenneys derzeit größte Beteiligung sei Telmex mit knapp 7%.

Einen Flächenbrand der Emerging Markets wie etwa 1997/1998 befürchtet auch Fondsmanager Dominic Rossi nicht. Mit +9,26% rangiert der von ihm betreute Threadneedle Latin America Growth Fund Cl. 1 an zweiter Stelle. "Das generelle Problem lateinamerikanischer Unternehmen sind die hohen Kapitalkosten", sagt Rossi. Deshalb investiere der Fonds nur in Unternehmen mit sehr hoher Rentabilität des Kapitaleinsatzes.

Derzeit stärkste Position sei mit knapp 9% des Fondsvermögens Telmex. Zweitstärkste Position im Fonds der britischen Threadneedle sei mit ebenfalls knapp 9% der brasilianische Ölkonzern Petrobras. "Das Unternehmen ist der weltweit preiswerteste Ölkonzern", meint der Fondsmanager. Drittstärkste Position sei mit über 6% die ebenfalls brasilianische Companhia de Bebidas das Américas (Ambev). Laut Rossi ist das Unternehmen weltweit die viertgrößte Brauerei.

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