Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Mittel- und Osteuropa
Aktienfonds Osteuropa: Russische Ölwerte schmieren Activest-Depot

Seit einem Jahr scheinen die meisten Fondsmanager mit Anlageschwerpunkt bei mittel- und osteuropäischen Aktien nur noch eine Investmentstrategie zu kennen: Russlandquote und Anteile an Ölaktien erhöhen.

HANDELSBLATT, 31.7.2001 HB FRANKFURT/M. Derweil wird die Konvergenzidee, also die erwartete Neubewertung der Unternehmen aus den EU-Beitrittskandidaten im Laufe des Annäherungsprozesses, fast zur Nebensache.

Ein gutes Beispiel ist der Activest Lux Osteuropa. Mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn per Ende Juni von 5,34% rangiert das Produkt der Fondsgesellschaft der Hypo-Vereinsbank an dritter Position unter 50 Aktienportfolios mit Anlageschwerpunkt Mittel- und Osteuropa. Satte 53% des Fondsvermögens hat Fondsmanager Thomas Radinger nach eigenen Angaben in russische Unternehmen investiert. Weitere 23% der Mittel steckten in polnischen Aktien, 12% in ungarischen, 7% in tschechischen sowie knapp 5% in kroatischen Papieren.

"Wir bevorzugen Russland", erklärt der Fondsmanager. Die Ölwerte profitierten wegen ihrer hohen Exportquote besonders vom schwachen Rubel. Auf die ADR (Anrechtsscheine auf die Aktie) von Yukos Oil und von Lukoil entfielen knapp 10% bzw. 9% sowie die Aktien von Surgutneftegaz mit 8%. Dazu seien mit den ADR von Tatneft an siebter Stelle unter den Top-Investments weitere 4% der Mittel im russischen Ölsektor angelegt. Viertstärkstes Investment seien die ADR des ebenfalls russischen Nickelproduzent Norilsk Nickel mit 5%. Mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn von 7,19% rangiert der von dem bulgarisch-russischen Duo Jack Arnoff und Jury Ostrowsky verwaltete Pictet TF-Eastern Europe auf Position zwei. Das Produkt der Schweizer Privatbank Pictet sei mit 37% seiner Mittel in Russland investiert, 22% des Fondsvermögens steckten in Ungarn, 18% in Polen, 10% in Ungarn, knapp 5% in Kroatien.

Laut Fondssatzung seien 60% der Mittel für Investments in die Konvergenzstory der EU-Beitrittskandidaten reserviert, 40 % steckten in dem Glauben an die Restrukturierung der russischen Volkswirtschaft. Übergewichtet sei der Fonds im Energiesektor, aber nur dann, wenn man das Indexschwergewicht Lukoil außen vor lasse. Man berücksichtige außerdem die Branchen Versorger, Finanzdienstleister, Gesundheitsfürsorge sowie Werkstoffe stark. Die derzeit größten Beteiligungen seien mit je 7% der russische Versorger Unified Energy Systems (UES) und der ebenfalls russische Öl- und Gaskonzern Gazprom.

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