Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt osteuropäische Schwellenbörsen
Russische Handy-Aktie ein Top-Tipp

Der russische Aktienmarkt zählt zu den Favoriten der auf Osteuropa konzentrierten Fondsmanager. Sowohl die Anlagestrategen der Commerzbank als auch des Versicherers Axa haben großes Vertrauen in die verbesserten wirtschaftlichen Rahmendaten des Landes.

HB FRANKFURT/M. "Die politische und ökonomische Stabilität in Russland war noch nie größer als heute", sagt Elena Shaftan, Managerin des CB Fund European Emerging Markets Equity P der Fondsgesellschaft A.L.S.A. Mit einem Zwölfmonats-Wertzuwachs per Ende Oktober von 74,88 % führt das Produkt der Luxemburger Commerzbank-Tochter die Hitliste der 40 Aktienfonds mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa an.

Zwar leidet Russland laut Shaftan noch immer darunter, dass es viele Anleger als sehr riskant einstuften. In Wahrheit seien die Wirtschaftsdaten des Landes jetzt aber besser als jene anderer mittel- und ostmitteleuropäischer Staaten. Polen und Ungarn beispielsweise sind in den Augen der Managerin weitaus stärker von der Euroschwäche und dem hohem Ölpreis betroffen.

Kein Wunder also, dass das Gros der Mittel des Fonds in russischen Aktien investiert ist. Exakt 24 % des Vermögens sind dort angelegt. Dazu kommen Polen mit 21 %, Ungarn mit 14 % und die Türkei mit 13 % sowie kleinere Positionen in Tschechien und Kroatien.

Besonders viel hält die Absolventin der Luft- und Raumfahrt-Universität in Riga vom drittgrößten russischen Erdölkonzern Surgutneftegaz, der größten Position im Fonds. Vor allem den Erdölkonzernen mit starkem Exportgeschäft käme der derzeit hohe Ölpreis zugute. Dazu komme die Stimulans durch die Rubelabwertung 1998.

Öltitel stehen ganz oben auf der Favoritenliste

Surgutneftegaz sei der bei weitem profitabelste russische Ölkonzern. Außerdem sei das Unternehmen schuldenfrei und verfüge sogar über große Mittel zur Finanzierung der weiteren Expansion. Und schließlich liege das Kurs/Gewinn-Verhältnis der Aktie nur bei drei.

Derzeit zweitstärkste Position im Portfolio sei die polnische ITI Holding, eine Mediengruppe mit großen Ambitionen im TV- und Multiplexkino-Bereich. Reichliche Werbeeinnahmen und Allianzen mit den Großen der Entertainment-Industrie wie SBS, Endemol und UCI machten das Unternehmen interessant. Außerdem habe man vor kurzem Polens größtes Internetportal übernommen. An Position drei im Portfolio: MTS, Russlands größter Mobilfunkbetreiber. Dessen Marktanteil in Moskau beispielsweise liege bei über 50 % bei Gewinnmargen von 44 %.

Auch Michael Keppeler, Fondsmanager des Axa-Produkts AC Osteuropa, setzt auf Russland. 31 % des Fondsvermögens sind nach Angaben des Emerging-Markets-Experten dort investiert, 26 % in Polen, 23 % in Ungarn sowie 15 % in Tschechien. In der Performanceübersicht liegt er mit einem Plus von 41,32 % auf Rang sieben.

Stärkste Position im AC Osteuropa ist nach Angaben des Managers der Versicherungs-Anlagegesellschaft Axa mit 8 % Anteil am Fondsvermögen der größte polnische Festnetzanbieter TPSA. Das Unternehmen, an dem die France Télécom bereits zu mehr als 35 % beteiligt sei, agiere in einem enormen Wachstumsmarkt. Von den insgesamt 40 Millionen Polen verfüge derzeit gerade einmal jeder zehnte über einen Festnetzanschluss. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die beiden Erdölkonzerne Surgutneftegaz 8 % und Lukoil mit 7 % Fondsanteil.

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