Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Telekommunikations- und Medienwerte
Branchenfonds: Fondsmanager denken über Zukäufe bei T-Aktie nach

"Wir könnten uns vorstellen, jetzt mit dem Zukauf von Telekom-Aktien zu beginnen", erklärt Christian Tury - trotz anhaltender Kursverluste. Der Geschäftsführer der Wiener Tury Invest verwaltet für die österreichische Security Investmentgesellschaft den Apollo Telekommunikation Global Fund T.

HANDELSBLATT, 17.8.2001 HB FRANKFURT/M. Das Produkt kommt mit einem Zwölfmonats-Wertverlust per Ende Juni von 38,61% auf Rang neun unter 25 Aktienfonds für Telekommunikations- und Medienwerte.

Tury investiert nach eigenen Angaben ausschließlich in Aktien von Netzbetreibern. Einstiegskurse sieht er nach eigenen Angaben derzeit bei der mit 4% im Fonds vertretenen Deutschen Telekom. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens im Vergleich zur Konkurrenz sei nicht schlecht. Und an den Managementriegen der Konkurrenz gemessen, sei die Mannschaft um Ron Sommer "in Ordnung". Allerdings hänge das zukünftige Wohl oder Wehe aller Netzbetreiber vom UMTS-Erfolg ab. Bislang freilich habe man wenig von dem neuen Standard gesehen. Auch die entsprechenden Geräte sowie die Übertragungsbreiten seien noch nicht sichtbar. Darüber hinaus bestehe die Gefahr, dass die angekündigten UMTS-Innovationen sich schon über den GPRS-Standard realisieren ließen.

Derzeit stärkste Position ist laut Tury der japanische Mobilfunkbetreiber NTT Docomo mit fast 10% Fondsquote. Dann kämen die US-Baby-Bells Verizon Communications und SBC Communications sowie der britische Mobilfunkanbieter Vodafone - die drei würden es auf je 9% Fondsquote bringen.

Der New Yorker Fondsmanager Scott T. Lewis setzt im CS Equity Fund (Lux) Media-Global B fast ausschließlich auf Medienaktien. Das reicht dem Mann von Credit Suisse Asset Management zur erfolgreichen Verlustminimierung: Der Fonds liegt dank eines Abschlags von nur 11,94% auf Rang eins.

AOL Time Warner-Aktien sind stärkste Position

Derzeit stärkste Aktienpositionen sind laut Lewis die Medienkonzerne AOL Time Warner mit über 10% Fondsquote, Viacom mit knapp 10% und Walt Disney mit über 6%. Auch die Bestände am Kabelnetzbetreiber AT & T Liberty Media und am US-Radiosender Clear Channel Communications seien beträchtlich. Zu den prominent gewichteten Bereichen innerhalb des Mediensektors gehören mit 25% des Fondsvermögens Rundfunk und Kabelfernsehen, mit 23% Filme und Unterhaltung, mit 16% Presse, mit 12% Werbung sowie mit 11% Internetsoftware und-dienstleistungen. "Wir werden gegenüber dem Bereich Werbung zwar weiterhin defensiv bleiben, nutzen aber derzeit die Kursschwankungen zum Einsammeln interessanter Werte", so Lewis. Im dritten Quartal sei mit einem Stimmungsumschwung aber noch nicht zu rechnen: "Die Schätzungen für das Wachstum des amerikanischen Werbemarktes im Jahr 2001 sind von 5,8% auf 2,5% zurückgenommen worden." Demgegenüber sei der Ausblick für die Anbieter von Kabelfernsehen deutlich besser.

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