Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds mit Schwerpunkt Rohstoffe
Indexfonds von Activest hängt viele Konkurrenten ab

Die US-Regierung schlägt seit einigen Tagen mildere Töne gegenüber dem Irak an, und schon hallt das Echo auf den Rohstoffmärkten wider - mit positiven Auswirkungen. Die dort investierenden Fondsmanager kennen das Auf und Ab bereits. Der indexnahe Activest Aktien-Rohstoffe strich über die vergangenen zwölf Monate per Ende September ein leichtes Plus von 0,23 % ein - im vergangenen Monat brach die Wertentwicklung dann um fast 5 % ein. Trotzdem reichte die Performance über zwölf Monate für den dritten Platz unter 29 Aktienfonds für Rohstoffwerte.

HB/vwd FRANKFURT/M. Diesen Trend erklärt Fondsmanager Thomas Meyer zu Drewer von der Hypovereinsbank-Gesellschaft Activest mit der Marktentwicklung, der sich ein indexnaher und passiv gemanagter Fonds naturgemäß nicht entziehen könne. So hätten die Rohstoffmärkte und die Rohstoffaktienindizes im vergangenen Monat Verluste verbucht. Ein indexorientiertes Produkt biete aber auch Chancen: "Es bietet dem Anleger die Möglichkeit, gerade auch langfristig die Wertentwicklung der zu Grunde liegenden Benchmark zu erzielen. Dies gilt in jeder Marktphase", sagt Meyer zu Drewer.

Für die Aufteilung des Portfoliovermögens bedeutet die Indexnähe momentan eine Übergewichtung in Grundstoffen und Energie. Zu den größten Einzelpositionen gehören der kanadische Aluminium-Produzent Alcan, der amerikanische Papierlieferant International Paper und der US-Konzern Anadarko Petroleum mit jeweils einem Anteil von über 5 % am Fondsvermögen.

Das schwächelnde globale Umfeld macht Meyer zu Drewer keine Sorgen: "Die konjunkturelle Unsicherheit und fallende Rohstoffpreise sind weitgehend in den Kursen der Rohstoffaktien enthalten. Bei den ersten Anzeichen einer konjunkturellen Belebung sollten die Rohstoffaktien überdurchschnittlich daran partizipieren", sagt der Activest-Mann.

Den verzögerten konjunkturellen Aufschwung bekommt auch Dave Bott, Manager des Invesco GT Energy Fund, zu spüren. Das Portfolio steckte über die vergangenen zwölf Monate ein Minus von knapp 4 % ein - eine Wertentwicklung, die zum sechsten Rang in der Kategorie genügte. Bott führt die negative Entwicklung vor allem auf das schwindende Anlegervertrauen zurück.

Der Invesco-Manager konzentriert seine Investitionen nach wie vor auf die Vereinigten Staaten, da dort die bestgeführten Unternehmen in Nordamerika zu finden seien. Fast vier Fünftel des Fondsvermögens sind in den USA angelegt. Zu den größten Einzelpositionen gehöre der US-Konzern Murphy Oil mit einem Fondsanteil von knapp 8 %. Grund dafür sind nach Angaben von Dave Bott nicht nur gesunde Bilanzzahlen: "Gerade wurde ein größeres Öl-Vorkommen in Malaysia entdeckt", sagt der Fondsmanager. Aber auch europäische Werte wie Eni oder Total Fina Elf vernachlässigt Bott mit Anteilen von jeweils rund 4 % nicht.

Die Tabelle enthält keine Fonds-Ratings. Da die Produkte teilweise sehr unterschiedliche Anlagepolitiken verfolgen, wäre eine vergleichende Bewertung wenig aussagekräftig.

Quelle: Handelsblatt

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