Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds mit Schwerpunkt US-Nebenwerte
Carlson liegt mit Bootsbauer auf Kurs

Verlustbegrenzung kann schon Erfolg bedeuten. Das gilt auch für die Manager von Nebenwertefonds. Die Strategen blicken optimistisch in die Zukunft. Sie setzen auf Firmen mit soliden und beständigen Gewinnzuwächsen.

HB/vwd FRANKFURT/M. In schwierigem Börsenklima suchen die Fondsmanager kleine US-Aktien nach Unternehmen, die trotz der schwierigen Konjunkturbedingungen profitabel wirtschaften und damit die Fondsentwicklung positiv beeinflussen können. Mit dieser Strategie betrieb Paul Szczygiel von der schwedischen Investmentrgesellschaft Carlson erfolgreich Verlustbegrenzung. Der von ihm gemanagte Carlson Funds Equity-American Small Cap weist in den zwölf Monaten per Ende Juni ein Minus von 7,60 % aus. Das bedeutet Rang eins unter 59 Aktienfonds für US-Nebenwerte.

Seiner Ansicht nach leiden die geringkapitalisierten Aktien in erster Linie darunter, dass sie im Falle negativer Nachrichten wesentlich schneller verkauft würden als die große und etablierten Standardtitel. Trotzdem ist der Fondsmann überzeugt, dass die US-Nebenwerte mit einer guten und soliden Finanzbasis nicht schlecht positioniert seien: "Die meisten Unternehmen, in die wir für den Fonds investieren, sind stetige Marktgrößen, die in ihren speziellen Geschäftsfeldern Mikro-Monopole aufgebaut haben. Diese Position spiegelt sich in einem überdurchschnittlichen Gewinnwachstum des jeweiligen Unternehmens wider."

Szczygiel favorisiert nach eigenen Angaben beispielsweise den Hersteller von Freizeitbooten, Marine Products Corp., den er aktuell mit 2 % gewichtet habe. Als ebenfalls vielversprechend bewerte er den Technologiewert Micro Linear und den Anbieter von Generika, Pharmaceutical Resources, in die ähnlich hohe Anteile des Fondsvermögens investiert seien. In seinen Gesamtmarkterwartungen ist er vorsichtig: "Zwar sprechen viele Zeichen dafür, dass wir bald den Boden der Aktienmarktkorrektur erreicht haben dürften, aber es gibt andererseits eine Reihe von Faktoren, die sich nach wie vor negativ auf den Markt auswirken können. Allerdings scheinen die Gewinne im Bereich der geringkapitalisierten Werte beständiger zu sein, als in allen anderen Marktsegmenten."

Mit einem Minus von 10,17 % liegt der Parvest US Small Cap C auf dem zweiten Platz. Fondsmanagerin Judy Vale von BNP Paribas (Dachmarke Parvest) nennt beenfalls einige ihre Favrotien. Dazu zählt sie das Unternehmen Zebra Technologies, in das derzeit etwa 2 % der Fondsgelder investiert seien. Als Marktführer im Bereich der Herstellung von Plastikkarten konnte Zebra nach Angaben der Managerin bereits in den vergangenen fünf Jahren durch überdurchschnittliches Gewinnwachstum überzeugen. Der dadurch generierte Cashflow stelle eine gesunde Basis dar, auf der auch zukünftiges Entwicklungspotenzial zu erwarten sei.

Ein weiterer Favorit sei Aptargroup Inc. mit einem Anteil von ebenfalls etwa 2 %. Das Unternehmen aus der Investitionsgüterbranche, das auf die Herstellung hochentwickelter Produktverteilungssysteme in Bereichen wie Medikamente, Nahrung oder Haushaltsprodukte spezialisiert sei, genieße aufgrund seiner kontinuierlichen Einnahmen und dem stetigen Gewinnwachstum die erhöhte Aufmerksamkeit des BNP-Managementteams.

Ebenfalls widerstandsfähig positioniert ist laut Vale das Distributionsunternehmen von Gesundheitsprodukten in Nordamerika und Europa, Henry Schein. Durch den Verkaufsanstieg in Kombination mit der Erweiterung des Absatzgebietes erwartet die Strategin nach eigenen Angaben ein attraktives Gewinnwachstum. Diese Zuversicht dokumentiere ein Depotgewicht der Aktie von deutlich über 1 %.

Beide genannten Fonds haben nicht nur unter Performancegesichtspunkten gut abgeschnitten, sondern auch unter Risikoaaspekten. Das belegen das sehr gute bzw. gute Rating von "(A)" bzw. "(B)".

Quelle: Handelsblatt

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