Wertentwicklungsanalyse der Altersvorsorge-Sondervermögen-Fonds
DIT mag konjunktursensible Aktien

Bei den speziell auf den Lebensabend ausgerichteten Altersvorsorge-Sondervermögen (AS-Fonds) liegen weiterhin die defensiven Varianten mit vergleichsweise hoher Anleihequote an der Spitze.

HB/vwd FRANKFURT/M. Mit zwei AS-Fonds an der Spitze steht die jetzt zur Allianz gehörige Dresdner-Bank-Tochter DIT. Die AS-Palette folgt dem Lebensphasenkonzept, abzulesen an den beiden Ziffern im Fondsnamen. Faustformel: Je älter der Anleger, desto höher der Anleiheanteil im Portfolio.

Fondsmanager Roland Schmitt darf beim DIT-Altersvorsorge 55plus die Hälfte des Fondskapitals in "substanzstarke internationale Aktien" investieren. Rund 35 % stecken in Euro-Anleihen, 15 % in eigenen offenen Immobilienfonds. In den vergangenen 12 Monaten per Ende März bringt ein Wertverlust von 1,61 % Platz eins.

Gute Chancen bei Konjunkturabhängigen Titeln

Laut Schmitt haben die Aktien aus konjunktursensiblen Branchen wegen des erwarteten Konjunkturaufschwungs in den nächsten Monaten die besten Kurschancen. Dabei setzt der DIT-Experte überwiegend auf Unternehmen aus der Grundstoff-Chemie, wie BASF, und Rohstofftitel wie etwa den US-Aluminiumproduzenten Alcoa. Für interessant hält er auch den französischen Straßenbauer Vinci sowie die deutschen Anlagenbauer Heidelberger Druck und Linde. "Das sind alles Unternehmen mit günstiger Börsenbewertung", ist sich Schmitt sicher. Seine Investitionen im Rentenbereich beschränke er auf Euro-Staatsanleihen, um Fremdwährungsrisiken auszuschließen.

Gero Olbertz, verantwortlich für den mit-6,23 % auf Rang sieben liegenden Zürich Invest Vorsorge-AS 1, geht offensiver zu Werke. Momentan liegt der Aktien- plus Immobilienanteil nach seinen Angaben bei 70 %. "Diese Quote wird auch weiterhin sehr hoch gehalten. Dabei setze ich auf große Standardwerte und auch auf Immobilienaktien, die einen Anteil von acht Prozent haben", erläutert Olbertz.

Gerade Immobilienwerte hätten sich in den vergangenen Monaten sehr gut entwickelt. Beispiele seien die holländische Rodamco sowie Vallehermoso aus Spanien. Diese Unternehmen bauten hauptsächlich Büroobjekte. Vor allem für spanische Bauwerte ist Olbertz weiter optimistisch: "Die Gelder der Europäischen Union und die Investitionen der spanischen Regierung werden dem Land einen bis mindestens 2006 anhaltenden Bauboom bescheren." Ähnlich günstig ist seiner Meinung nach das Umfeld für die britische Bauindustrie.

Bei den Standardwerten sei er im Pharma- und Ölsektor untergewichtet. Er setze jetzt wieder auf ausgewählte Technologiewerte, etwa den finnischen Handyhersteller Nokia.

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