Wertentwicklungsanalyse der AS-Fonds
AS-Fonds: Für Adig haben High-Tech-Werte an Reiz gewonnen

Nach dem 11. September kaufte Hennig Kelch verstärkt Bankaktien sowie Technologie- und Telekomwerte.

HB/vwd FRANKFURT/M. Erst kürzlich übernahm der Adig-Fondsmanager die Betreuung des AS-AktivPlus, da sein Vorgänger Reinhard Pfingsten zur Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka gewechselt war. Mit einem Zwölfmonats-Wertverlust von 15,23 % liegt das Produkt der Commerzbank-Gesellschaft Adig unter 44 Vergleichsfonds auf Rang neun. In der Liste der AS-Fonds, die speziell für die Altersvorsorge konzipiert wurden, sind alle Produkte unabhängig von ihrer grundsätzlichen Anlageausrichtung berücksichtigt.

Der AS-AktivPlus zählt laut Kelch zu den defensiver ausgerichteten Produkten dieser Kategorie: "Momentan beträgt der Aktienanteil rund 47 %, möglich sind maximal 50 %." Rund 14 % des Fondsvermögens seien in einen Offenen Immobilienfonds der "Commerz Grundbesitz" investiert, der Rest in Anleihen und Liquidität.

Nestlé und Nokia zählen zu den Favoriten

"Als wir kurz nach dem 11. September den Technologiesektor stärker gewichtet haben, war das vielleicht etwas zu früh", gibt Kelch zu. Mittlerweile gehe die Rechnung allmählich auf. "Die Anleger verlassen die sicheren Häfen und trauen sich den Kauf mancher Wachstumswerte zu, vor allem jener, die in den vergangenen Wochen und Monaten unter starken Kurseinbußen litten", betont der Fondsmanager. Er habe weniger anfällige Aktien, etwa Pharma- und Versicherungstitel, untergewichtet.

Zu den größten Positionen zählten allerdings vergleichsweise defensive Werte wie Royal Dutch, BP, die beiden Konsumtitel Diageo und Nestlé, Barclays Bank und der Pharmawert GlaxoSmithkline. Aus der Technologiebranche würden allein Nokia und Vodafone in der Liste der zehn wichtigsten Fondswerte auftauchen.

Im Anleihebereich investiere man seit dem 11. September verstärkt in kürzeren Restlaufzeiten von ein bis drei Jahren. Bei Festverzinslichen mit vier- bis fünfjähriger Restlaufzeit ist Kelch nach eigenen Angaben eher auf der Verkäuferseite. Generell würden Bundes- und Staatsanleihen bevorzugt.

Mit einer Werteinbuße von 11,44 % erreicht der CS SolAS der Credit Suisse Asset Management Rang sechs. Das Fondsmanagement teilen sich Christiane Schenkelberg, verantwortlich für Aktien, und Silvia Schaak, zuständig für den Anleiheteil. "Mit dem Fonds haben wir uns in der Vergangenheit recht konstant an die strategischen Grenzen gehalten: 45 % Aktien, 30 % Immobilien und 25 % Anleihen", erläutert Schenkelberg. Vorübergehend seien Aktien mit einer Quote von rund 37 % leicht untergewichtet gewesen. "Vor ein bis zwei Wochen haben wir wieder mit dem Aufstocken der Aktienquote begonnen; das war vom Timing her gelungen", erklärt die Credit-Suisse-Managerin.

Bei Anleihen mittlere Laufzeiten bevorzugt

Generell sei man auf der Aktienseite eher defensiv ausgerichtet. Zu den am stärksten im Fonds vertretenen Sektoren zählten der Pharmabereich mit Aventis, Glaxo und Novartis, die Konsumbranche mit Werten wie Nestlé und Danone, Öltitel wie Royal Dutch, Eni oder BP. In Technologiewerte investiere sie recht vorsichtig. Vertreten seien im Fonds die Standardwerte Nokia, Alcatel und Philips. Beim Aufbau des Aktienanteils habe man hauptsächlich bereits vorhandene Titel aufgestockt. Zu den wenigen wichtigen Neuerwerbungen gehörten Daimler-Chrysler sowie der britische Getränkemulti Diageo.

Im Anleihebereich konzentriert sich der Fonds laut Schaak vor allem auf mittlere Restlaufzeiten. Den Anteil dieser Papiere möchte sie in den nächsten Wochen nach eigenen Angaben weiter erhöhen. Sämtliche Anleihen lauteten auf Euro, so dass kein Währungsrisiko bestehe. Auch hier dominiert eine konservative Ausrichtung: "Wir haben hauptsächlich Staatsanleihen."

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