Wertentwicklungsanalyse der AS-Fonds
DWS schwört auf europäische Konsumaktien und Ölwerte

AS-Fonds, die speziell für die Altersvorsorge aufgelegten Investmentfonds, können sogar unter Rendite-Gesichtspunkten interessant sein. Auch DWS und SEB haben sich auf den Markt begeben.

HB/vwd FRANKFURT/M. Auch in schwachen Aktienzeiten können auf Aktien ausgerichtete Fonds recht erfolgreich sein. So kommt der DWS Vorsorge AS (Dynamik) auf ein moderates Zwölfmonatsminus per Ende Mai von 8,82 %. Das bedeutet Rang sieben unter allen 42 AS-Fonds.

Zurzeit seien ca. 60 % der Fondsgelder in Aktien und 27 % in Anleihen investiert. Das sagt Udo Rosendahl, neuerdings verantwortlich für den Aktienbereich des DWS-Fonds. "Wir konzentrieren uns auf europäische Standardwerte", beschreibt er die Ausrichtung. Die Titel stammten aus der Öl- und Konsumbranche. "Aber auch konjunktursensible Werte, die von einer Wirtschaftserholung profitieren dürften, werden beigemischt", fährt der Stratege fort. Dazu zähle die europäische Chemieindustrie.

Zu den Favoriten im Fonds zählten auf der Aktienseite Öltitel wie die französische Total Fina Elf, ENI aus Italien sowie BP aus Großbritannien. Auch Konsumwerte, zum Beispiel die schweizerische Nestlé und der MDax-Wert Südzucker, hätten ein vergleichsweise hohes Gewicht. Vor allem bei Unternehmen aus der Nahrungsmittelbranche sieht Rosendahl einen festen Halt in turbulenten Börsenzeiten. "Die Firmen haben eine hohe Vorausschaubarkeit bei ihren Umsätzen und Gewinnen", betont der Fondsmanager. Diese "Visibilität" fehle hingegen völlig im Technologiesektor.

Verantwortlich für die Rentenseite im Fonds ist Leif Bjurstroem. "Bei den Anleihen sind wir seit rund neun Monaten sehr konservativ ausgerichtet, haben unsere Unternehmens- gegen Staatspapiere ausgetauscht", sagt er. Das sei eine gute Entscheidung gewesen.

Zu den AS-Fonds mit dem Investmentschwerpunkt Aktien zählt auch der SEB Invest GenerationPlus. Laut Ludger Vossenberg, der den Aktienbereich im Fonds verantwortet, ist dessen Anteil in jüngster Zeit von 65 auf 72 % ausgebaut worden. "Wir glauben, dass sich jetzt ein Kursboden ausbildet. Der dürfte Aktien im weiteren Verlauf des Jahres einen ordentlichen Renditevorsprung verschaffen", lautet die Begründung. Bei der Branchengewichtung orientiere man sich am Euro-Stoxx-50-Index. Stark vertreten seien deshalb Aktien aus den Bereichen Automobile, zyklischer Konsum und Chemie. Weiter zurückhaltend ist man jedoch nach den Angaben Vossenbergs bei Telekomtiteln. Begründung: "Trotz der starken Kursverluste sind die Bewertungen immer noch nicht tief genug." Per Saldo wolle man in nächster Zeit die Quote defensiver Werte, etwa Öl- und Energieversorger, weiter senken.

Auf der Rentenseite sei man sehr vorsichtig. Zinsstratege Wilfried Klaerner erwartet eine anspringende Konjunktur. "In einem solchen Szenario dürften die Zinsen weiter steigen und speziell Anleihen mit längeren Restlaufzeiten unter Druck setzen", erklärt er. Vossenberg zufolge ist der Fonds von der Laufzeitenstruktur der Anleihen so ausgerichtet, dass sich die im Fonds enthaltenen Anleihen bei steigenden Zinsen besser entwickeln könnten als der Renten-Referenzindex.

Quelle: Handelsblatt

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