Wertentwicklungsanalyse der Dachfonds mit defensiver Anlageausrichtung
Dachfonds: Auch konservative Profis kaufen Aktienfonds

Auf der Kaufliste von Jörg Löschen stehen zur Zeit Aktienfonds ganz oben. "Liquide Mittel werden jetzt im Aktienbereich angelegt", erklärt der Manager des Hansabalance-Dachfonds der Hansainvest, einer Tochter der Nova Allgemeine Versicherung und der Iduna Vereinigte Lebensversicherung.

14.8.2001 HB/vwd FRANKFURT/M. Der Hansabalance belegt mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn per Ende Juni von 1,60% den vierten Platz unter 23 defensiv ausgerichteten Dachfonds. Als "defensiv" sind alle jene Produkte eingestuft, die vorwiegend in Rentenfonds investieren.

Per Ende Juli lag die Aktienfondsquote laut Löschen noch bei 18 %, derzeit gehe der Anteil aber in Richtung 22%. Der Fondsmanager begründet dies mit der Aussicht auf eine Erholung an den Aktienmärkten noch im laufenden Jahr: "Ein Impuls wird voraussichtlich von der EZB kommen." Er erwartet eine Zinssenkung für die Eurozone durch die Europäische Zentralbank. Folgerichtig liege der Aktien-Anlageschwerpunkt des Hansabalance derzeit auf europäischen und deutschen Dividendenpapieren. Mit über 8% Anteil am Portfolio stelle der Hansaeuropa im Aktienbereich die weitaus größte Einzelposition dar.

Internationale Anleihen werden favorisiert

Im Rentenbereich setzt der Fondsmanager nach eigenen Angaben auf den Hansainternational für internationale Anleihen, der mit über 19% im Portfolio vertreten sei. Dazu gesellten sich der Hansarenta und der Hansazins mit jeweils ähnlichen Quoten. Grundsätzlich verfolgt der Fondsmanager nach seiner Darstellung eine eher konservative Anlagestrategie, die einen Aktienfondsanteil von etwa 20% am Gesamtportfolio vorsehe. Für Rentenfonds sei eine Quote von 60% reserviert. Die verbleibenden rund 20% investiere er in offene Immobilienfonds.

Auch bei der luxemburgischen Fondsgesellschaft der Privatbank Hauck & Aufhäuser, deren Dachfonds Concordia Select Ertrag mit-2,21% auf dem vorletzten Platz rangiert, rechnet man mit einer Kurserholung an den Börsen. Damian Malik vom Fondsresearch des Bankhauses: "Der faire Wert der Aktien in Deutschland und der EU liegt etwa 15% über dem jetzigen Kursniveau."

Auf Aktienfonds entfielen rund 25% des Dachfondsvermögens. Auch beim Concordia Select Ertrag liege der Schwerpunkt der Aktieninvestments mit dem Gartmore Continental Europe und dem HSBC Pan-Europe Equities in der Eurozone - insgesamt seien in beiden Produkten 12% der Gelder investiert. Die zweitgrößte Position stellten deutsche Aktien dar. Hier vertraue man auf den DWS Deutsche Aktien 0 mit knapp 5% Dachfondsquote. Im Rentenbereich setze Hauck & Aufhäuser mit einem Anteil von über 49% am Gesamtportfolio vorrangig auf Staatsanleihen europäischer Herkunft. Größte Einzelpositionen seien der DIT-Europazins mit 15% und der DWS Euro Strategie mit 14%.

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