Wertentwicklungsanalyse der Dachfonds mit defensiver Anlageausrichtung
Dachfonds: Zürich Invest profitiert von besonders niedriger Aktienfondsquote

Solange sich die Perspektiven für die Aktienmärkte nicht aufhellen, will Fondsmanager Jörg Triesch überwiegend auf Anleihen setzen. Der von ihm verwaltete Zürich Invest Basis Portfolio der Kapitalanlagegesellschaft Zürich Invest weist in den vergangenen zwölf Monaten per Ende August einen kleinen Verlust von 0,65 % aus.

HB/vwd 17.10.2001 FRANKFURT/M. Damit liegt der Dachfonds immerhin noch auf dem dritten Platz unter 25 defensiv ausgerichteten Produkten. Als "defensiv" gelten jene Dachfonds, die grundsätzlich stärker auf risikoarme Fonds wie Rentenfonds ausgerichtet sind.

Die geringe Aktienfondsquote von zeitweise unter 12 % nennt Triesch als Hauptgrund für das gute Abschneiden. Dazu komme der "weitestgehende Verzicht auf Aktienfonds mit hohem Risiko und hoch bewerteten Titeln der Bereiche Technologie und Telekom".

Per Ende September beziffert er die Liquidität des Fonds auf etwas über 1 %, die Anleihefondsquote auf 83 % und den Aktienanteil auf über 15 %. Der Dachfonds investiere überwiegend in Rentenfonds mit Schwerpunkt Deutschland und Europa. Die größten Einzelpositionen bildeten der DWS Inrenta mit einem Portfolioanteil von knapp 17 %, gefolgt vom DWS Deutsche Renten Typ 0 und dem Zürich Invest Renten Euroland mit jeweils rund 18 %.

Sobald sich Anzeichen für eine konjunkturelle Besserung einstellten und es wieder positive Gewinnrevisionen gebe, wolle er die Aktienfondsquote wieder erhöhen. Gegenwärtig werden laut Triesch die Anlageregionen Nordamerika, Europa und Japan/Pazifik neutral gewichtet: "Einer Übergewichtung des amerikanischen Marktes steht das Risiko eines sich weiter abschwächenden Dollars entgegen." Die japanische Börse scheine günstig bewertet zu sein. Man warte aber auf überzeugende wirtschaftspolitische Lösungen für die Probleme des Landes. Die größten Positionen im Aktienbereich seien der Scudder Strategic Global Themes (A2) mit einer Dachfondsquote von über 2 %.

Auch der Dachfonds DWS PlusInvest (Einkommen "S") der Deutsche-Bank-Fondsgesellschaft DWS erzielte dank seiner defensiven Ausrichtung mit einem Zwölfmonats-Wertverlust von 1,97 % einen relativ guten fünften Platz. "Aktienfonds waren seit Jahresbeginn untergewichtet", erklärt Heinz-Wilhelm Fesser. Der Leiter des DWS-Rentenfondsmanagements ergänzt: "Defensive Sektoren wie beispielsweise die Pharmaindustrie wurden stärker berücksichtigt." Im Rentenbereich hätten sich bei Fonds mit längeren Laufzeiten die Zinssenkungen positiv ausgewirkt. Diese grundlegenden Ausrichtungen sollten beibehalten werden.

Positiv sei auch die starke Berücksichtigung defensiver, steueroptimierter Fonds gewesen. Dazu zählten der DWS Beta mit knapp 7 % und der DWS Delta mit fast 18 % Dachfondsquote. Beide Fonds, die flexibel in Aktien und Renten anlegen können, zeichneten sich durch geringe Risiken aus. Den Anteil der Rentenfonds am Fondsvermögen nennt Fesser mit mit 60 %; größte Einzelposition sei der DWS Rendite Optima mit über 18 %. Gemischte Fonds seien mit über 24 %, Aktienfonds mit über 14 % vertreten.

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