Wertentwicklungsanalyse der Dachfonds mit flexibler Anlagestrategie
Aktien steigen in der Gunst der Fondsmanager

Dachfonds-Manager stehen den Aktienmärkten nicht mehr ganz so skeptisch gegenüber und erhöhen ihre Aktienquote. Im vergangenen Jahr waren vor allem Aktien noch schuld am Wertverlust einiger Dachfonds. Nun hoffen die Manager auf die Wertzuwächse bei einer Konjunkturerholung.

HB/vwd FRANKFURT/M. Thorsten Heymann setzt auf die Aktienmärkte: "Seit Februar haben wir die Aktienquote auf knapp 53 % erhöht, den Rentenanteil haben wir dagegen auf etwa 46 % reduziert". In der Kasse liegen als "Puffer" rund 1,6 % des Fondsvermögens. Er erwartet zwar in nächster Zeit ein starkes Auf und Ab an den Börsen, setzt aber auf die verbesserten Konjunkturaussichten, die den Aktienkursen Auftrieb geben sollten.

In den vergangenen zwölf Monaten erzielte der Manager des Dachfonds Allianz Horizont 8+ einen Wertverlust von 3,9 %, damit rangiert das Produkt der Kapitalanlagegesellschaft Allianz Asset Management (Lux) unter 56 flexibel ausgerichteten Dachfonds auf dem sechsten Platz. Der Kategorie "flexibel" sind alle Dachfonds zugeordnet, die entweder je zur Hälfte in Aktienfonds und anderen Fonds anlegen oder keinerlei Beschränkung unterliegen.

Derzeit ist der Dresdner Global Strategies US Equities Fund Heymanns "Lieblingsfonds für internationale Aktien", denn in den USA solle die Konjunkturerholung früher einsetzen als in Europa. Das Produkt ist mit einem Anteil von 11,2 % am Fondsvermögen die größte Einzelposition auf der Aktienseite. Durch den Zukauf von Themenfonds zu Rohstoffen oder Medien versucht der Manager, Akzente zu setzen. Auf der Rentenseite setzt Heymann vor allem auf den Dit-Lux Bondspezial (A), die mit einem Anteil von 16 % insgesamt größte Einzelposition. Reduziert hat der Fondsmanager dagegen die Fonds für Staatsanleihen.

Ralf-Peter Lemmer musste zuletzt einige Rückschläge hinnehmen. Mit einem Zwölf-Monats-Wertverlust von 13,88 % belegt das Produkt der Gerling Investment in der Tabelle den 53. Rang. "Wir haben vergleichsweise offensiv ausgerichtete Aktienfonds ins Portfolio aufgenommen, was im Zuge des 11. September zu hohen Verlusten führte" sagt Lemmer.

Derzeit liegt die Aktienquote des Fonds bei 54 %, während Rentenprodukte einen Anteil von 31 % ausmachen. 15 % entfallen auf die Kasse. Auch Lemmer meint, "dass eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung spätestens im zweiten Halbjahr 2002 zu guten Ergebnissen bei Aktien führen wird". Auf der Rentenseite werde dies aber "im Zuge steigender Zinsen eine vergleichsweise schlechte Entwicklung bringen". Daher will der Fondsmanager nach eigenen Angaben auch bei Kursrückschlägen die Aktienquote tendenziell noch weiter erhöhen.

Lemmer setzt im Aktienbereich verstärkt auf europäische Blue Chips und die Beimischung regionaler und branchenspezifischer Anlagen. Entsprechend nimmt mit dem DWS Top 50 Europa (Fondsanteil: 9,08 %) ein Blue-Chip-Fonds einen Spitzenplatz ein. Mit dem Gerling Dynamik Fonds (Anteil: 9,37 %) und dem Gerling Europa Aktien Fonds (8,26 %) seien zudem zwei "offensiv ausgerichtete" Produkte vertreten. Auch im Anleihebereich konzentriert sich der Fondsmanager auf Europa auf Grund der möglichen Bilanz-Risiken von US-Unternehmen. Das "Kerninvestment" bildet laut Lemmer der Gerling Rendite Fonds mit einem Anteil am Fondsvermögen von 8,25 %.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%