Wertentwicklungsanalyse der defensiv anlegenden Dachfonds
Strategen wittern wieder Chancen bei Aktienfonds

Die Risiken bei Anleihekäufen steigen. Das glauben erfolgreiche Dachfondsmanager. Um sich vor Kursverlusten zu schützen, weichen die Experten von Nordinvest auf Produkte für Bonds mit kürzeren Laufzeiten aus. Die Fondsmanager von Monega haben ihre Rentenfondsquote gesenkt.

HB/vwd FRANKFURT/M. "Wir sehen bei den Anleihekursen Rückschlagpotenzial", sagt Sven-Oliver Roggenkamp, Fondsspezialist bei der zur Vereins und Westbank - gehörenden Fondsgesellschaft Nordinvest. Eine moderate Konjunkturerholung und eine Stabilisierung würden dazu führen, dass Staatsanleihen ihren Status als sichere Häfen verlieren. Deshalb habe er beim jetzt zu 82 % in Rentenfonds engagierten Dachfonds Nord-Primus- Rendite den Schwerpunkt stärker auf Rentenfonds für Anleihen mit kurzen Laufzeiten gelegt.



In den zwölf Monaten bis Ende Februar liegt der Nord-Primus-Rendite mit einem Wertverlust von 1,30 % auf dem vierten Platz unter 50 defensiv ausgerichteten Dachfonds. Als defensiv werden jene Dachfonds eingestuft, die den Anlageschwerpunkt regelmäßig auf Rentenfonds oder andere risikoarme Investmentfonds legen.

Zurzeit ist der fast ausschließlich im Euro-Bereich investierende Dachfonds laut Roggenkamp mit 37 % der Mittel in Kurzläufer-Rentenfonds engagiert. Jeweils rund 10 % der Gelder steckten im DIT-Euro Rentenfonds "K" und DWS Select-Rent. Um eine begrenzte Zusatzperformance zu erzielen, sei er mit 5 % in höher verzinslichen Anlagen engagiert. Dazu zählten der Nordrent-Spezial und der HN-Lux Europa-Bond für europäische Firmenanleihen.

Etwa 13 % der Mittel entfielen auf Aktienfonds. "Die Aktienmärkte sind unterbewertet", sagt Roggenkamp. Insbesondere deutsche Papiere seien attraktiv. Daher habe er die Quote deutscher Aktienfonds vor zwei Wochen von 1,2 auf fast 5 % aufgestockt. Gekauft worden sei vor allem der Dax-Indexfonds von Indexchange. Einen größeren Bestand halte er auch in europäischen Standardwertefonds wie dem JPMorgan Fleming Euroland.

Ausschließlich mit Euro-Renten- und Aktienfonds kommt der Monega Ertrag auf ein Minus von 1,99 %. Mit diesem Ergebnis belegt der Dachfonds der zum Bankhaus Sal. Oppenheim, den Devk Versicherungen und den Sparda-Banken gehörenden Monega Kapitalanlagegesellschaft Rang sieben.

Der Monega Ertrag setze permanent auf eine rund 80-prozentige Rentenfonds-Quote, sagt Fondsmanager Carsten Müller. "Untersuchungen sind zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Mischung aus 80 Prozent Renten und 20 Prozent Aktien langfristig ein geringeres Risiko hat als ein reines Anleiheportfolio", sagt der Kölner.

Größte Einzelposition sei der mit über 17 % berücksichtigte Monega Euro-Bond. Attraktiv finde er ferner die ebenso prominent vertretenen DIT-Euro Rentenfonds und Zürich Invest Renten Euroland. Die Rentenfondsquote habe er zuletzt um mehr als sechs Prozentpunkte auf rund 74 % gesenkt, in den vergangenen zwei Monaten die Aktienfondsquote um vier Prozentpunkte auf 20 % angehoben.

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