Wertentwicklungsanalyse der defensiv gemanagten Mischfonds
Schweizer Strategen favorisieren Anleihen mit längeren Laufzeiten

Angesichts der geopolitische Lage befürchten Pierre Schick und Serge Minisini, Fondsmanager der Schweizer Union Bancaire Privee, dass "einige Länder in die Rezession abgleiten könnten."

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wd/HB FRANKFURT/M. Deshalb sei mit weiteren Leitzinssenkungen von Notenbanken zu rechnen, die sich positiv auf Anleihemärkte auswirken sollten. "Wir konzentrieren uns dehsalb weiter auf Anleihen mit längeren Laufzeiten", erklären Schick und Minisini. Sie steuern gemeinsam den UBAM-Conservativ Portfolio (CHF) D1, das sich auf meist in Schweizer Franken lautenden Anleihen mit kurzen und mittleren Laufzeiten konzentriert. Der Fonds bringt es in den zwölf Monaten per Ende Februar auf einen Wertzuwachs von 1,07 %. Damit belegt er Platz fünf unter 101 defensiv gemanagten Mischfonds, die in Aktien und Anleihen investieren können, ihren Schwerpunkt aber auf Bonds legen.

Der UBAM-Fonds darf höchstens 15 % seiner Mittel weltweit in Aktien investieren. Aktuell liegt der Anteil bei etwa 3 %. Die Kassenhaltung mit rund 13 % ist vergleichsweise hoch. In Geldmarkttitel mit Restlaufzeiten von unter einem Jahr sind knapp 46 % investiert. "Der Rest steckt in Anleihen, die wir trotz steigender Inflationsraten im Zusammenhang mit deutlich höheren Ölpreisen weiterhin für eine attraktive Anlage halten", sagt Schick. Da die Wirtschaft weiterhin unter hoher Verschuldung und Überkapazitäten leide, werde die seit Ende des ersten Quartals 2002 verfolgte vorsichtige Strategie vorerst beibehalten. "Außerdem erscheint uns die Bewertung von Aktien in Anbetracht des trüben wirtschaftlichen Ausblicks noch immer zu hoch."

Mit einem Verlust von 21,40 % rangiert der schwerpunktmäßig in auf US-Dollar lautende Wertpapiere anlegende Parvest Conservative USD auf Platz 100. Das Produkt gehört zu einer Fondsgesellschaft der BNP-Paribas-Gruppe. Dem verantwortlichen Fondsmanager Alain Doubre zufolge dürfen maximal 30 % der Fondsgelder in Aktien und höchstens 55 % in Rententitel investiert werden.

Jetzt seien knapp 21 % in Aktien angelegt, was einer "neutralen" Gewichtung entspreche. Auf mittlere Sicht sei er "mehr oder weniger positiv" für Aktien gestimmt. Deshalb habe er die entsprechende Quote zuletzt deutlich von 7 % angehoben und vor allem in US-Papiere investiert. Auf der Rentenseite, wo er ohne Hinzurechnung von Geldmarkttiteln mit 27 % investiert sei, habe er Euroland deutlich über-, die USA und Japan deutlich untergewichtet. Eine anhaltend schwache Konjunktur sowie eine weiterhin lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank böten insbesondere den Rentenmärkten Eurolands weitere Unterstützung.

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