Wertentwicklungsanalyse der deutschen Aktienfonds
DWS und Hornblower setzen auf T-Aktie

Fondsmanager Henning Gebhardt ist für den deutschen Aktienmarkt "moderat optimistisch". Er investiert im DWS Select-Invest vor allem in Werte aus dem Deutschen Aktienindex (Dax).

HB/vwd FRANKFURT/M. In den zwölf Monaten bis Ende Oktober verbuchte der Fonds einen Verlust von 10,18 %. Damit führt der Fonds der Deutsche-Bank-Tochter DWS die Gruppe der 97 Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt deutsche Standardwerte immer noch an.

"Wir passen die Portfoliozusammensetzung teilweise relativ zügig an, wenn sich das Marktumfeld ändert", nennt Gebhardt als wichtigen Grund für die relativ gute Wertentwicklung des Fonds. Beispielsweise sei die Aktie der Deutschen Telekom in diesem Jahr zeitweise gar nicht berücksichtigt worden. Im September habe er dann bei Kursen um zehn Euro zugegriffen und das Papier gleich prominent gewichtet - aktuell sei Deutsche Telekom mit einem Anteil von über 8 % die zweitgrößte Einzelposition.

Interessant findet Gebhardt auch einige Pharma-Werte. Spürbar übergewichtet sei ebenfalls der Tourismuskonzern TUI. Auf erheblich ermäßigten Kursniveaus habe er jüngst Papiere der Versicherungskonzerne Allianz und Münchner Rück gekauft. Versorger sind laut Gebhardt gegenwärtig massiv untergewichtet.

Mit einem wertorientierten Management-Ansatz erreicht Markus Stillger mit dem Hornblower Funds Max Value B ein Minus von 22,17 %. Dieses Ergebnis bedeutet für den Fonds der zur Wertpapierhandels- und Investmentbank Hornblower Fischer gehörenden Kapitalanlagegesellschaft Hornblower S.A. Rang fünf.

Stillger sucht nach unterbewertete Aktien. Zu den aktuellen Favoriten zählten Finanztitel, die fast alle unter Buchwert notierten. Mit einem Anteil von 6 % am Fondsvermögen habe er Allianz hoch gewichtet. Gut gefalle ihm zudem der im MDax vertretene Versicherer AMB-Generali.

Gute Chancen sieht Stillger auch im Automobilsektor. Hier setze er mit fast 8 % der Mittel verstärkt auf VW-Vorzugsaktien, die mit einem deutlichen Kursabschlag zu den Stammaktien notierten. Schwergewicht sei die T-Aktie mit einem Fondsanteil von über 9 %. Dieser Titel sei zwar kein klassischer Value-Titel, sagt Stillger, doch seien mittlerweile alle negativen Nachrichten im Kurs berücksichtigt.

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