Wertentwicklungsanalyse der Emerging-Markets-Aktienfonds
Fondsmanager setzen auf Südkorea

Nach Einschätzung von Vincent Strauss sind Unternehmen aus den Schwellenländern nach wie vor günstig. So seien insbesondere asiatische Firmen bei ähnlicher Rentabilität um 40% niedriger bewertet als ihre amerikanischen Wettbewerber.

HB/vwd FRANKFURT/M. Zu dieser Einschätzung kommt der Fondsmanager der französischen Gesellschaft Comgest. Wenngleich er bei Schwellenländer-Aktien auch in den kommenden Monaten mit ansteigenden Kurs- GewinnVerhältnissen rechnet, bleibe er wegen der instabilen Verfassung der Weltkonjunktur sehr vorsichtig.

Mit dem Aktienfonds Magellan investiert Strauss daher verstärkt in Unternehmen aus dem konsumnahen Bereich, die von einer zunehmenden Kaufkraft der Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern profitieren. Mit dieser Strategie erwirtschaftete der Magellan in den zwölf Monaten bis Ultimo August einen Wertzuwachs von 6,09%. In der Gruppe der 68 Emerging-Markets-Aktienfonds belegt der Fonds Platz zwei.

Strauss vertraut auf einen strikten Bottom-Up-Ansatz, im Rahmen dessen bei der Analyse von Anfang an das betreffende Unternehmen im Mittelpunkt steht. Gut die Hälfte des Fondsvermögens hat Strauss derzeit in Asien investiert, alleine 14% in Südkorea. Mit 7 % ist Indonesien im Portfolio vertreten. Dort habe er vor etwa einem Jahr unter konträren Gesichtspunkten investiert. In Lateinamerika favorisiert Strauss den mit 4,2% gewichteten mexikanischen Getränkeproduzent Grupo Modelo, der unter anderem mit der Biermarke Corona auch im Ausland erfolgreich sei.

Parvest: Tailand derzeit günstig

Ein Jahresplus von 4,07% bringt den Parvest Emerging Markets Equities in der Hitliste auf Platz fünf. Auch Fondsmanager Claude Tiramani von der zur französischen Großbank BNP Paribas gehörenden Fondsgesellschaft Parvest sieht bei asiatischen Aktien die besten Chancen und hat diese mit insgesamt 52,5% im Portfolio gewichtet. Gut die Hälfte davon entfällt auf Südkorea. "Dieser Markt ist im historischen Vergleich sehr günstig bewertet", begründet er seine Vorliebe für Aktien der Börse Seoul. Seine schwerste Position ist der mit 8,2% gewichtete Elektronikkonzern Samsung Electronics. Den technologielastigen taiwanesischen Aktienmarkt habe er noch nie so günstig gesehen wie jetzt, sagt Tiramani. Sein Taiwan-Anteil liegt bei 18,3 %.

In Lateinamerika ist der Parvest-Fondsmanager derzeit mit 16,5 % der verwalteten Mittel unterwegs. Auf einem attraktivem Niveau befindet sich seiner Ansicht nach zurzeit die mexikanische Börse.

Quelle: Handelsblatt

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