Wertentwicklungsanalyse der Euro-Geldmarktfonds
Variabel verzinsliche Anleihen gelten als Favoriten

"Wir erwarten im zweiten Halbjahr eine moderate Konjunkturerholung und gehen auf absehbare Zeit von stabilen Leitzinsen aus", sagt Fondsmanager Lutz Schleidt. Er betreut den Deka-Flex: Euro A von der zur Sparkassenorganisation gehörenden Fondsgesellschaft Deka Investment. In der Zwölfmonatsabrechnung per Ende März weist das Produkt einen Wertzuwachs von 4,49% aus. Das bedeutet die Führung unter allen Euro-Geldmarktfonds.

HB/vwd FRANKFURT/M. Zahlreiche Performance-Punkte habe er durch eine etwas aggressivere Laufzeitensteuerung und durchschnittliche Restlaufzeiten von stets rund zwölf Monaten gemacht, sagt Schleidt. Dadurch habe der Fonds stärker von den fallenden kurzfristigen Zinsen profitiert. Zur aktuellen Ausrichtung sagt der Deka-Mann: "Wir sind seit Februar vorsichtiger. Weil der Zinssenkungszyklus zu Ende geht, haben wir die Restlaufzeiten der Anleihen auf durchschnittlich zehn Monate zurückgenommen."

Annähernd 60% der Mittel seien in Pfandbriefen von Landesbanken wie der Landesbank Baden-Württemberg oder Hypothekenbanken wie der Hypothekenbank Essen investiert. Nachdem er von der Verringerung des Renditeunterschieds zwischen Pfandbriefen und deutschen Bundesanleihen profitiert habe, rechne er nun mit stabilen Zinsdifferenzen und wolle weiterhin die bis zu 20 Basispunkte höheren Renditen der Pfandbriefe mitnehmen. Im Zuge seiner Laufzeit-Reduzierung habe er die Bestände an so genannten Floatern (variabel verzinslichen Anleihen) von zwölf auf aktuell 23 % aufgestockt, sagt der Deka-Mann. Für diese Papiere sei charakteristisch, dass ihre Kupons in Abständen von überwiegend drei Monaten an einen Geldmarktsatz wie Euribor angepasst werden. Aus dem Staatsanleihen-Segment sei er zurzeit in Floatern Griechenlands und Ungarns investiert, die bereits sehr gut gelaufen seien.

Mit einer Performance von 3,51% belegt der Money Saving Fund den siebten Platz. Um relativ geringe Wertschwankungen zu erreichen, investiert Fondsmanager Linbo He nach eigener Darstellung das Vermögen überwiegend in Floater. Wie der Experte der zur HDI-Versicherungsgruppe und zum US-Vermögensverwalter Putnam gehörenden Fondsgesellschaft Ampega sagt, berücksichtige er variabel verzinsliche Papiere aus dem Finanzbereich derzeit mit 43%. Interessant finde er Pfandbrief-Floater der Allgemeinen Hypothekenbank Rheinboden und der EuroHypo. Um deutlichere Renditevorteile gegenüber den Geldmarktzinsen zu erwirtschaften, mische er Floater des US-Investment-Hauses Merrill Lynch oder der italienischen Bank Unicredito Italiano bei.

Attraktivere Renditevorteile bieten laut He die mit 42% im Portfolio gewichteten Floater von Industrieunternehmen. Dabei berücksichtige er nur Papiere mit Investmentgrade-Ratings: "Wir kaufen Floater von Unternehmen und setzen darauf, dass sich deren Zinsvorsprünge verringern und wir dadurch Kursgewinne realisieren können." Gelohnt habe sich diese Strategie in den vergangenen Wochen bereits im immer noch prominent vertretenen Telekommunikationssektor. Dort beobachte er Fortschritte bei den Restrukturierungen, Entschuldungen und Kostensenkungen.

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