Wertentwicklungsanalyse der Euro-Rentenfonds für Anleihen mit kurzen Laufzeiten
Euro-Rentenfonds: Produkte mit Steuer-Kick als Renditebringer

"Der Zinssenkungstrend in Euroland ist intakt", meint Rentenexperte Jürgen Vogler von Union Investment. Seiner Meinung nach hat die Europäische Zentralbank auf Sicht von sechs Monaten noch Spielraum, die kurzfristigen Sätze um weitere 0,25 Prozentpunkte zu senken.

HB/vwd FRANKFURT/M. Im von ihm gemanagten steuerlich optimierten Euro-Rentenfonds UniOptima habe er sich mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit der Anleihen von 2,3 Jahren auf dieses Szenario ausgerichtet. Eine Zwölfmonats-Performance von 8,26 % bis Ultimo September bringt das Produkt unter 81 Euro-Rentenfonds für Anleihen mit kurzen Restlaufzeiten auf Position drei.

Um für den Anleger ein steuerlich attraktives Ergebnis zu erzielen, setzt Vogler nach seiner Darstellung mit 64 % der verwalteten Mittel auf Anleihen mit niedrigen Kupons, die in japanischem Yen emittiert worden seien und die er überwiegend gegen Wechselkursrisiken abgesichert habe. Damit seien per saldo ähnliche Erträge zu erzielen wie mit vergleichbaren Euro-Papieren. Er investiere etwa in Yen-Staatsanleihen aus Griechenland, Italien und Schweden. Für eine solche Strategie eigneten sich grundsätzlich auch andere Länder mit deutlich niedrigeren Zinsen als in Euroland. So könnten bald Anleihen in US-Dollar interessant werden. Mit weiteren rund 30 % der Mittel sei er in Euro-Renten engagiert. Hier investiere er in Pfandbriefe und Kommunalobligationen mit niedrigen Kupons, die unter pari notierten.

Ein Wertzuwachs von 7,59 % bringt den BWK-Rent S der Baden-Württembergischen Kapitalanlagegesellschaft (BWK) auf den siebten Platz. Nach Angaben des BWK-Geschäftsführers Hans-Dieter Lauer investiert auch dieses Produkt in niedrig Verzinsliche, die bei Einlösung zum Nennwert steuerfreie Kursgewinne versprechen.

Mit einem Anteil von 72 % dominierten beim BWK-Rent S zurzeit Pfandbriefe von Emittenten wie der Depfa oder Landesbank Baden-Württemberg. Denn diese böten immer noch recht interessante Zinsvorteile gegenüber Bundesanleihen. Dabei setze er einen Schwerpunkt im ein- bis zweijährigen Bereich, der von weiteren Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank profitieren sollte - Lauer rechnet bis zum Frühjahr mit Lockerungen um bis zu 50 Basispunkte.

8 % des Vermögens seien in Genussscheine und Aktien von vornehmlich deutschen Unternehmen investiert. Im Portfolio habe er zurzeit beispielsweise Allianz-Genüsse, Da er an der Börse auch weiterhin gute Perspektiven sieht, kann er sich durchaus vorstellen, die Kassenquote von 10 % teilweise wieder in deutsche Aktien umzuschichten.

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