Wertentwicklungsanalyse der Euro-Rentenfonds
Rentenfonds: Anleihen von Daimler-Chrysler belohnen Käufer

Euro-Unternehmensanleihen mit gutem Rating verbuchen in jüngster Zeit spürbare Kursanstiege. Davon profitierte auch der auf diese Papiere spezialisierte Rentenfonds CA Funds Euro Corporate Bond AC.

23.8.2001 HB/vwd FRANKFURT/M. Das Produkt der französischen Crédit Agricole kommt dank eines Zwölfmonats-Wertgewinns per Ende Juli von 8,81% auf Rang acht unter 159 Rentenfonds für Euro-Titel, den früheren DM-Rentenfonds.

Nach Angaben von Fondsmanager Laurent Crosnier konzentriert sich der Fonds auf liquide Emissionen. Zu Jahresbeginn habe er die Titel aus den Sektoren Automobile und Telekommunikation stärker berücksichtigt. Erfreuliche Beiträge zur Fondsperformance lieferte seiner Schilderung nach beispielsweise eine bis 2006 laufende Unternehmensanleihe von Daimler-Chrysler. Deren Renditeaufschlag zu Staatsanleihen sei von 1,45 Prozentpunkten im März auf 0,7 Prozentpunkte im Juli gesunken - das entspreche überproportionalen Kursgewinnen.

Aus dem gleichen Grund habe sich das Engagement in einem Papier des Telekommunikationsanbieters British Telecom mit Fälligkeit 2006 gelohnt. Auch gegenwärtig seien Telekommunikationsanleihen im Portfolio am höchsten gewichtet. Zu seinen Favoriten im Bankenbereich zählten bereits seit einiger Zeit Papiere von Privatkunden-orientierten Banken, wobei ihm allgemein Institute aus Großbritannien, Italien und Skandinavien besonders gut gefallen. Nach Einschätzung des Crédit-Agricole-Fondsmanagers könnten sich die Renditevorteile der Firmen- gegenüber Staatsanleihen noch etwas verringern.

Mit einem Zwölfmonatsplus von 3,55% belegt der Degussa-Bank-Universal-Rentenfonds nur den vorletzten Platz. Laut Dieter Bender brachten aber auch hier Beimischungen von Unternehmensanleihen guter Qualität erfreuliche Performancepunkte. Der Leiter der Vermögensberatung der Degussa-Bank ist für den über Universal Investment aufgelegten Fonds beratend tätig.

Großteil der Gelder steckt in Pfandbriefen

Sehr gut entwickelt haben sich laut Bender beispielsweise Papiere von Daimler-Chrysler und Deutsche Telekom. Zurzeit sei der Fonds in Titeln aus den Bereichen Automobile, Banken und Telekommunikation investiert. Der weitaus größte Teil der Gelder stecke allerdings im Pfandbriefsegment, in dem er vornehmlich auf Titel mit Rating "AA" setze. Obwohl sich auch hier in jüngster Zeit die Renditevorsprünge zu Bundesanleihen etwas verringert hätten, böten Pfandbriefe immer noch interessante Mehrerträge gegenüber Staatspapieren. Im aktuell schwachen wirtschaftlichen Umfeld wächst seiner Meinung nach der Zinssenkungsspielraum der Europäischen Zentralbank. Das nähre die Hoffnung auf weitere Kursgewinne.

Laut Bender ist im Degussa-Bank-Universal-Rentenfonds eine maximal 20-prozentige Aktienquote erlaubt. Aktuell betrage der Anteil der Dividendenpapiere aus dem Standardwertebereich rund 12%. Zwar habe man sich den Kursrückgängen an den Börsen nicht entziehen können und die Aktienbeimischung habe die Wertentwicklung des Fonds leicht belastet, räumt der Fondsberater ein. Dennoch dominierte der Anleiheeinfluss die Gesamtperformance.

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