Wertentwicklungsanalyse der Euroland-Aktienfonds
Jahresgewinner setzt auf Alcatel und Philips

Manche typischen Wachstumsaktien sind nach ihren Kursverlusten wieder preiswert geworden. Das glauben sogar Strategen, die sonst auf so genannte werthaltige Titel schwören.

HB/vwd FRANKFURT/M. Qualitiv hochwertige Technologieaktien werden langfristig wieder Gewinne einspielen - davon ist Ken Cox überzeugt. Deshalb hat der Anlageexperte des US-Investmenthauses Franklin Templeton in diesem Bereich zuletzt auch zugekauft. Grundsätzlich bleibt die Fondsgesellschaft in ihrer Anlagephilosophie aber den werthaltigen ("Value") Aktien verbunden. Das ist auch der Grund dafür, dass der von Cox betreute Templeton EuroMarket Growth Fund in der Jahresbilanz 2001 den ersten Platz belegt. Das Minus von 2,58 % bedeutet Rang eins unter insgesamt 65 in Euroland anlegenden Aktienfonds.

Grund für die positive Kontinuität in der Wertentwicklung durch das vergangene Jahr hindurch ist nach Ansicht von Cox die disziplinierte Investmentstrategie des Fondsmanagements: "Wir verfolgen eine wertbetonte Methode, das heißt wir suchen nach Aktien, die billig oder unterbewertet sind verglichen mit dem, was wir für den fairen Wert halten." Im vergangenen Jahr habe man bei den einst so beliebten Technologieaktien weitere Kursabschläge erlebt. Aus diesem Bereich habe man sich fern gehalten.

Es gebe hier aber auch Beispiele für langfristig unterbewertete Unternehmen wie die Firma Philips Electronics, deren Aktie mit einer Fondsquote von über 2 % zu den größten Einzelpositionen zähle. Ähnliches gelte für den französischen Telekom-Hardwareproduzenten Alcatel. "Der Titel wurde dem Fonds vor kurzem hinzugefügt und hat vom starken Kursaufschwung seit Ende September profitiert." Ein dritter Favorit sei der Sportartikelhersteller Adidas-Salomon: "Die Aussichten für das Unternehmen erscheinen günstig, da die Nachfrage nach Adidas-Produkten weiterhin stark bleibt, ergänzt durch ein Kostensparprogramm, das ein gesundes Ertragswachstum über die nächsten drei bis fünf Jahre sicherstellen sollte."

Gewinner der Silbermedaille für 2001 ist der Trendconcept-Universal-Fonds-Aktien Europa mit einem Wertverlust von 4,98 %. Laut Joachim Hegny von der von mehreren Privatbanken getragenen Fondsgesellschaft Universal Investment liefert ein Computermodell die Kauf- und Verkaufssignale. "So lange die diese Trendanalyse überwiegend positive Aktientrends meldet, ist der Fonds voll investiert. Bei hinreichend vielen Negativsignalen werden die vorhandenen Bestände sukzessive über Termingeschäfte abgesichert", erklärt Hegny. Insbesondere im schwachen dritten Börsenquartal 2001 habe man so Risiken abgefedert.

Der Fonds orientiere sich in seiner Zusammensetzung an der Struktur des Dow Jones Euro Stoxx 50, was dem Portfolio nach Ansicht von Hegny auch im laufenden Börsenjahr zu Gute kommen könnte: "Von der gemeinsamen Währung dürften vor allem die Unternehmen profitieren, die sich schon im internationalen Wettbewerb bewährt haben. Die Aktien dieser Marktführer sind in unserem Fonds durch die starke Indexorientierung bereits vertreten."

Übersicht über die Fonds-Gewinner 2001:


>>Tabelle

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