Wertentwicklungsanalyse der flexibel anlegenden Dachfonds
Sauren setzt auf europäische Standardwerte

In einem durch massive Aktien-Kursverluste geprägten Umfeld hat sich der Sauren Global Balanced relativ gut gehalten. Mit einem Zwölfmonats-Wertverlust von 7,35 % per Ende August rangiert das Produkt der Sauren Fonds-Select unter den 68 ausgewerteten Dachfonds mit flexibler Aktien- und Rentenquote auf dem siebten Platz. Als "flexibel" gelte jene Dachfonds, die bei ihren Investments entweder hälftig auf Aktien- und Rentenfonds setzen oder sich bei der Aufteilung der Gelder keinerlei Beschränkungen auferlegen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Sauren Fondsmanager Hermann-Josef Hall räumt ein, "dass wir mit dem Verkauf zweier Rentenfonds im August zu früh dran waren, da an den Rentenmärkten die Kurse auch im September weiter anstiegen". Mit den Erlösen aus dem Rentenfonds-Verkauf sei die Liquidität auf knapp 16 % erhöht worden. Gegenwärtig liege der Rentenanteil im Fonds bei noch rund 25 %, auf Aktienfonds entfalle gut die Hälfte des Fondsvermögens.

Hall und Firmenchef Eckhard Sauren setzen auf den persönlichen Kontakt zu Fondsmanagern. Auf der Rentenseite vertraue man zur Zeit dem StarCap Argos, auf den knapp 20 % des Fondsvermögens entfallen. "Betreut wird der Fonds von Peter-Ernst Huber, der schon mit PEH-Rentenfonds erfolgreich war", meint Hall, "beim Argos investiert er gegenwärtig vorwiegend in europäische Staatsanleihen".

Im Aktienbereich sei der Henderson Pan European Equity die größte Position. "Wir haben diesen Fonds für europäische Standardwerte zuletzt auf knapp zwölf Prozent aufgestockt" erklärt Hall, "denn Tim Stevenson ist ein sehr guter Fondsmanager, und Henderson verfügt über eines der besten Research-Teams in Europa".

Auf dem achten Platz rangiert mit einem Wertverlust von 8,05 % der LBBW-Balance CR 40. Das Produkt der Landesbank Baden-Württemberg wird von der Fondsgesellschaft der DekaBank verwaltet. "Die Allokationsentscheidungen werden im Team gefällt, als Dachfondsmanager bin ich dann für die Umsetzung verantwortlich", erklärt Deka-Experte Ralf Mogel.

Die Aktienquote haben die Deka-Strategen seit Jahresmitte Mogel zufolge wegen verschiedenster globaler Problemfelder sukzessive auf die minimale Grenze von 30 % reduziert. Im Gegenzug seien Liquidität und Rentenquote erhöht worden. Neben zwei Prozent Barmitteln seien 17 % des Fondsvermögens im Geldmarkt-Fonds Deka-Liquidität geparkt: "Dies ist auch eine strategische Reserve für einen möglichen Aktienfondsaufbau", sagt Mogel.

Der Rentenanteil von derzeit gut 45 % sei ausschließlich in Fonds für europäische Titel angelegt. In Dollar-Anleihen investierende internationale Rentenfonds wurden laut Mogel schon im April verkauft, als sich eine Abschwächung der US-Währung abzeichnete. Das Deka-Management setze vielmehr auf Rentenfonds mit Anlageschwerpunkt in Zentral- und Osteuropa wie den Deka-EuropaBond mit Fondsquote 19 %.

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