Wertentwicklungsanalyse der flexibel investierenden Mischfonds: Fondsmanager setzen auf hohe Anleihequoten

Wertentwicklungsanalyse der flexibel investierenden Mischfonds
Fondsmanager setzen auf hohe Anleihequoten

Philippe Jabre traut dem Braten nicht: Trotz tiefer Kursstürze seien Aktien immer noch zu teuer. "Das Gewinnwachstum der Unternehmen ist zu gering, um die aktuellen Kurse zu rechtfertigen", erklärt der Manager des GLG Balanced Fund.

vwd/HB FRANKFURT/M. Deshalb wolle er den Aktienanteil von 7 % weiter reduzieren. Die defensive Ausrichtung bewährte sich in den vergangenen 12 Monaten: Per Ende Februar verzeichnete der GLG Balanced Fund der unabhängigen britischen Vermögensverwaltung GLG Partners einen Wertverlust von nur 1,38 %. Das bedeutet Rang drei unter 238 flexibel investierenden Mischfonds. In diese Kategorie werden jene Mischfonds eingeordnet, die entweder hälftig in Aktien und Renten investieren oder sich bei der Aufteilung der Gelder keine Einschränkungen auferlegen.

Auch in Zukunft dürften Anleihen im Fokus stehen, erklärt Jabre. "Wir sind in einer Rezession mit deflationärem Umfeld", sagt er. Deshalb erwarte er weitere Gewinne bei Anleihen. Jabre erhöhte die Anleihequote nach eigenen Angaben auf rund 75 %. Er setze nur auf Emittenten von höchster Bonität. Wichtige Positionen seien eine Anleihe der Österreichischen Landesbank mit Fälligkeit 2005, die 14 % des Fondsvermögens auf sich vereine, sowie eine 2011 fällige Anleihe der US-Hypothekenagentur Fannie Mae, die 13 % ausmache. Die Cashquote gibt der GLG-Mann mit 17 Prozent an.

Ein Verlust von 4,19 % bringt den FT Protected Growth Fund des Frankfurt-Trust auf Platz neun. "Neben einer Partizipation am Wachstum der Aktienmärkte sieht das Anlagekonzept eine Absicherung gegen Kursverluste vor", erklärt Fondsmanager Sasa Todorovic. In Baisse-Zeiten sollen dem Manager der Tochtergesellschaft der ING BHF-Bank zufolge die Einbußen durch die Erhöhung der Quote kurzlaufender Anleihen und einer Absenkung des Aktienanteils auf 5 % begrenzt werden.

Auch Todorovic agiert vorsichtig: Er hat nach eigenen Angaben 15 % der Fondsgelder in Aktien investiert, rund 70 % sind in Rentenpapiere angelegt, etwa 15 % in Cash geparkt. Nur Anleihen von höchster Bonität würden berücksichtigt. In etwa gleich schwer mit jeweils rund 22 % gewichtet seien Papiere der Deutschen Hypothekenbank, der Norddeutschen Landesbank sowie eine spanischen Staatsanleihe.

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