Wertentwicklungsanalyse der flexibel investierenden Mischfonds
JPMorgan vertraut asiatischen Firmenbonds

In der Mischung liegt derzeit die Kraft: Dieses Rezept hat bei den meisten Mischfonds in der Anlagekategorie zwar keine Wunder vollbracht, doch zumindest in den abgelaufenen zwölf Monaten die Verluste minimiert.

HB/vwd FRANKFURT/M. So verbucht auch der ausschließlich in Fernost investierende JPMorgan Fleming Funds Balanced Fund-Pacific über 12 Monate per Ende August ein Minus von 1,08 %. Das reicht zum sechsten Platz unter 218 flexibel anlegenden Mischfonds. Zu dieser Gruppe werden jene Fonds gerechnet, die zwar grundsätzlich in Aktien oder Anleihen investieren können, ihre Gelder aber entweder hälftig auf beide Vermögensklassen aufteilen oder sich keinerlei Restriktionen bei dieser Aufteilung auferlegen.

Der zuständige Fondsmanager beim britischen Investmenthaus JPMorgan Fleming, Miles Geldard, begründet die Verluste der letzten Zeit vor allem mit dem schlechten Einfluss der US-amerikanischen Aktienmärkte. Auch das schlechte Klima in Taiwan und Hongkong hätte das Portfolio beeinträchtigt. In der Länderbetrachtung bleibe Korea mit einer Fondsquote von über 14 % sein Favorit. Investmentexperte Geldard begründet dies mit der starken Binnennachfrage im Land. Auch von Malaysia halte er viel. "Auf den Philippinen und in Taiwan halten wir uns mit Investitionen zurück. Auch in China sind wir weiterhin vorsichtig, vor allem aufgrund der Aktienbewertungen", erklärt der britische Manager.

Neben der Binnennachfrage setzt Geldard nach eigenen Angaben auch auf den intraregionalen Handel, wo es gerade in der jüngsten Zeit Zuwächse gegeben habe. Insgesamt rund ein Fünftel des Depots sei daher in Konsumaktien investiert.

Geldard bezeichnet die Anlagestrategie als konservativ. Er wolle Aktien und Anleihen aus der Region mischen. Daher seien Firmenanleihen mit 15 % berücksichtigt. Darunter seien Bonds des koreanischen Autobauers Kia Motors oder des ebenfalls in Korea ansässigen Elektronikfirma Samsung Electronics.

Das Management des W&W Europa Fonds BWK setzt in der momentanen Marktsituation seinen Schwerpunkt auf den defensiveren Teil des Portfolios. Mit dieser Strategie musste das Depot der Investmentbank der Württembergischen Versicherungsgruppe zwar über die abgelaufenen zwölf Monate ein Minus von 2,67 % hinnehmen. Das bedeutet immer noch Platz acht im Konkurrenzvergleich.

Fondsbetreuer Torsten Gruber führt dies in erster Linie auf den geringen Aktienanteil im Depot zurück, der deutlich unter der Maximalquote liege. Derzeit betrage die Aktienquote knapp 20 % des Fondsvermögens. Rund 77 % seien in Festverzinslichen angelegt.

Im Fokus des BWK-Beraters steht dabei europäische Festverzinsliche: "Da auf eine sehr gute Bonität der Emittenten Wert gelegt wird, bilden europäische Staatsanleihen aus Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien und Pfandbriefe den Schwerpunkt der Rentenanlage." Favorit seien gegenwärtig aufgrund ihrer attraktiven Verzinsung langlaufende Anleihen aus Dänemark mit knapp 9 % Depotanteil. "Unter Währungsgesichtspunkten haben wir in schwedische Anleihen investiert, da wir im Vorfeld des geplanten Referendums zum Beitritt Schwedens in die EWU von einer weiteren Erholung der schwedischen Krone ausgehen", erklärt der Fondsbetreuer.

Im Aktienbereich investiere der W & W Europa-Fonds BWK ausschließlich in europäische Standardwerte. Favorit sei die nicht konjunkturabhängige Konsumgüterbranche. Dazu gehörten die Kosmetikfirma L'Oréal, Diageo oder Nestle. Bei Banken und Versicherungen gibt sich Gruber dagegen vorsichtig.

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